London verstärkt Bemühungen um Abschiebung Terrorverdächtiger

1. November 2005, 11:50
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Bürgerrechtler kritisieren mangelnden Schutz für Abgeschobene

London - Die britische Regierung verstärkt ihre Bemühungen um Abkommen zur Abschiebung von Terrorverdächtigen in Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas. Premierminister Tony Blair erklärte am Freitag, die frühere Außenministerin Baroness Symons werde die Regierung bei entsprechenden Verhandlungen unterstützen.

Als Unterzeichner der Europäischen Menschenrechtskonvention darf Großbritannien niemanden in Länder abschieben, in denen Folter oder Missbrauch drohen. London strebt daher Vereinbarungen an, in denen die in Frage kommenden Staaten eine menschliche Behandlung garantieren. Mit Libyen und Jordanien wurde bereits eine Einigung erzielt. Bürgerrechtler kritisieren, dass auch solche Abkommen keinen ausreichenden Schutz für die Abgeschobenen bieten. (APA/AP)

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