Pasching sucht Nachfolger ohne Hektik

2. November 2005, 09:15
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Entscheidung über den Ersatz von Zellhofer erst nach der Herbstsaison - Präsident Grad: "Haben noch zwei Monate Zeit"

Pasching/Wien - Ohne Hektik will sich der FC Superfund Pasching auf die Suche nach einem Nachfolger von Langzeit-Trainer Georg Zellhofer machen. Der 45-Jährige wechselt nach fast zehn Jahren in Pasching per 1. Jänner 2006 zum Fußball-Meister SK Rapid, wo er die Nachfolge des künftigen Teamchefs Josef Hickersberger antritt. Die Herbstsaison beendet Zellhofer noch in Pasching, erst danach will Klub-Präsident Franz Grad mit potenziellen Kandidaten Gespräche führen.

Trainer-Karussell nicht weiter drehen

"Über den Nachfolger habe ich mir eigentlich noch keine Gedanken gemacht. Wir haben noch zwei Monate Zeit, werden erst nach dem 8. Dezember die Gespräche führen", sagte Grad. Denn er will nicht Diskussionen in andere Klubs bringen, wie es seit der Designierung von Hickersberger als ÖFB-Teamchef bei einigen Vereinen passiert ist. Dadurch kam das Trainer-Karussell in der österreichischen Bundesliga in Schwung, Rapid, Pasching und der GAK (Walter Schachner war ebenfalls Kandidat für die Hickersberger-Nachfolge) waren in Trainer-Diskussionen involviert.

"Es waren unglaubliche Umstände, dass Hickersberger so bald rausgekommen ist und Rapid tätig sein musste. Aber man muss nicht den selben Fehler zwei Mal machen", so Grad, der sich auch stolz gab, dass ein Pasching-Trainer bei Rapid gefragt ist. "Welcher Verein kann sagen, dass er nach zehn Jahren seinen Trainer an die beste Adresse verloren hat. Mich persönlich erfüllt das mit Ehre. Natürlich tut es weh. Wir können das bejammern, aber das wäre der falsch Weg", betonte der Pasching-Präsident.

Nicht der Bundesliga-Krösus

Die Gespräche mit seinem Rapid-Kollegen Rudolf Edlinger seien positiv verlaufen, über finanzielle Belange wollte er nichts sagen. "Wir haben die Freigabe erteilt, Herr Edlinger und ich sind zufrieden. Es geht darum, dass Pasching seiner Rolle gerecht wird. Pasching kann nicht DIE Adresse in Österreich sein, wir sind ein kleiner Verein", betonte er.

Zuletzt war Andreas Heraf als möglicher Zellhofer-Nachfolger ins Gespräch gebracht worden, mit dem es im Sommer bereits Gespräche gegeben hat, als der künftige Rapid-Coach sein Trainerteam verstärkte. Zellhofer entschied sich für Helmut Kraft, Heraf wurde Trainer in Schwanenstadt. "Zu Heraf besteht ein Nahverhältnis durch Schwanenstadt. Aber wir wollen nicht die selbe Unruhe in den Verein bringen", sagte Grad. (APA)

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    Pasching-Präsident Grad will nicht weiter für Unruhe sorgen.

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