Omar Sharif: Arabische Welt nicht geeignet für Demokratie

3. November 2005, 13:25
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"Weil wir eine Stammesgesellschaft sind"

Ouarzazate - Filmstar Omar Sharif hat nach eigenen Worten an der politischen Situation seines Heimatlandes Ägypten nichts auszusetzen. Die Probleme dort seien Armut, mangelnde Bildung und Überbevölkerung, sagte der 73-Jährige in einem Interview bei Dreharbeiten in Marokko. Er meinte: "Die arabische Welt wird nie demokratisch werden, weil wir eine Stammesgesellschaft sind. Wir bestehen nicht aus Nationen."

Sharif wurde am 10. April 1932 in Alexandria geboren und ist syrisch-libanesischer Abstammung. Sein bürgerlicher Name ist Michael Chaloub. Er wurde katholisch erzogen, konvertierte aber 1955 zur Hochzeit mit dem ägyptischen Filmstar Faten Hamama zum Islam.

Nach seinem Comeback mit "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" ist Omar Sharif wieder gefragt: "Jetzt erhalte ich jeden Tag zehn Drehbücher", sagte er. In einer 30-teiligen arabischen Fernsehserie spielt er im kommenden Jahr einen erfolgreichen ägyptischen Geschäftsmann, der nach dem Tod seiner Frau mit seiner Tochter die USA verlässt und in sein Heimatland zurückkehrt (APA/AP)

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