GNOME geht in die nächste Runde

21. November 2005, 13:13
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Erste Testversion für die Version 2.14 des Unix-Desktops veröffentlicht - Performance und neue Module im Vordergrund

Die EntwicklerInnen des GNOME-Projekts haben den ersten Stein auf dem Weg zur Version 2.14 des Unix-Desktops gelegt. Mit GNOME 2.13.1 wurde nun die erste Test-Release zum Download freigegeben.

Erwartungen

Aufgrund des frühen Entwicklungsstadiums gibt sie derzeit nur recht begrenzt darüber Auskunft, welche tatsächlichen Neuerungen für GNOME 2.14 tatsächlich zu erwarten sind. Trotzdem ist jetzt schon klar, dass vor allem ein Thema im Mittelpunkt der Entwicklung steht: Performance. So soll die Login-Zeit erheblich beschleunigt werden, auch an der Beschleunigung der Text-Rendering-Engine Pango und des GNOME File Selectors wird derzeit kräftig gearbeitet.

Module

Einen wichtiger Teil der Neuerungen im GNOME stellen mit jeder Release auch die neu aufgenommenen Module. Hier gibt es derzeit bereits eine Reihe von Programmen, die um eine solchige Integration in das Gesamtpaket buhlen, darunter der GNOME Screensaver, der den ergrauten xscreensaver mit einer besser auf den Desktop abgestimmten Lösung ersetzen soll, sowie das Fast User Switch Applet zum Wechsel zwischen verschiedenen BenutzerInnen.

Deskbar

Am heftigsten diskutiert wird derzeit die mögliche Aufnahme des Deskbar Applets, eines universellen Suchinterfaces, mit dem sich nicht Dateien am Rechner, das Adressbuch von Evolution oder auch die installierten Anwendungen durchsuchen lassen, sondern mit dem auch verschiedenste Suchmaschinen im Netz so wie die Beagle-Desktop-Suche - so denn installiert - bedienen lassen. Streitpunkt ist dabei allerdings weniger die Sinnhaftigkeit der Aufnahme eines Programms mit solcher Funktionalität in den Desktop - vor allem da das Deskbar Applet einige alte GNOME-Anwendungen ersetzen könnte - sondern mehr die konkrete Implementation.

RAM-Hunger

Denn das Deskbar Applet ist in Python geschrieben, was einen im Vergleich zu anderen Applets höheren Speicherverbrauch mit sich bringt. Ein Umstand der nicht recht zu den allgegenwärtigen Optimierungsbemühungen passen will, auch wenn die BefürworterInnen dem entgegen halten, dass die Software standardmäßig gar nicht aktiv ist.

Abwarten

Jedenfalls ist noch genügend Zeit, all diese Entscheidungen in der notwendigen Ausführlichkeit zu diskutieren, immerhin ist GNOME 2.14 erst für Anfang März 2006 geplant. GNOME 2.13.1 kann kostenlos in der Form des Source Codes von der zahlreichen Mirror-Servern heruntergeladen werden. (apo)

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