Herbstferien: Gehrer will auf Eltern hören

7. März 2006, 17:42
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"Aber alles geht nicht" - Entweder Herbstferien oder schulautonome Tage

Wien - In der Diskussion um die generelle Einführung von Herbstferien will Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) auf die Eltern hören. Bisher hätten sich diese aber eher ablehnend geäußert, so Gehrer am Donnerstag Abend vor Journalisten. Derzeit nutzen viele Schulen die Zeit zwischen Nationalfeiertag und Allerseelen, um durch das Ansetzen ihrer schulautonom freien Tage eine Art Herbstferien zu etablieren. Andere geben dagegen nur einzelne Tage frei.

Beides geht nicht

"Aber alles geht nicht", schränkte Gehrer ein. Fixe Herbstferien und zusätzlich schulautonome Tage werde es nicht geben. Abwarten möchte sie auch die Ergebnisse des seit dem Vorjahr laufenden Versuchs in Vorarlberg, durch die Koordination der schulautonomen Tage landesweit Herbstferien einzuführen.

In Vorarlberg sind heuer wie bereits im Vorjahr von 24. Oktober bis 2. November die Pflicht- und weiterführenden Schulen (Berufsschulen ausgenommen) geschlossen. Möglich wird dies durch die Bündelung schulautonomer Tage, außerdem müssen die Kinder und Jugendlichen im Ländle - anders als ihre Kollegen in den anderen Bundesländern - umgekehrt an den Dienstagen nach Ostern und Pfingsten die Schulbank drücken. Den Schulen verbleiben damit drei schulautonome Tage zur freien Verfügung.

Kontrollieren

Die derzeitigen schulautonomen Tage seien nicht als zusätzlicher Urlaub für die Lehrer gedacht, stellte Gehrer klar. Vielmehr solle etwa durch gemeinsame Veranstaltungen die soziale Komponente gestärkt bzw. Fortbildung absolviert werden. Ob die schulautonomen Tage derzeit tatsächlich widmungsgemäß verwendet würden, sei zentral nur schwer festzustellen. Es stelle sich dabei auch die Frage, "wie weit man jemanden vorn und hinten kontrollieren" solle.

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