Ärzte ohne Grenzen richten dringenden Appell an Bundeskanzler Schüssel

6. November 2005, 19:52
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Online-Petition für Initiative der österreichischen Regierung für leistbare Medikamente in Entwicklungs­ländern während der EU-Präsidentschaft

Einen dringenden Appell richten Ärzte ohne Grenzen an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Darin fordern sie die österreichische Regierung dazu auf, sich während der EU-Präsidentschaft für leistbare Medikamente für Menschen in Entwicklungsländern einzusetzen.

"Jahr für Jahr töten behandelbare Krankheiten wie zum Beispiel Aids, Schlafkrankheit, Tuberkulose oder Malaria Millionen Menschen, besonders in Entwicklungsländern. Dennoch werden diese Krankheiten in den Forschungs- und Finanzierungsprogrammen der Industrieländer zu wenig berücksichtigt.", mahnt die Hilfsorganisation in einer Aussendung. Da bislang nichts in diese Richtung passiert sei, wollen Ärzte ohne Grenzen ihren Forderungen mit einer Online-Petition Nachdruck verleihen.

Gerade während der österreichischen EU-Präsidentschaft stünden in diesem Zusammenhang "wichtige Weichenstellungen" an: Auf der einen Seite werde die EU-Gesetzgebung über den Export von Medikamenten in Dritte-Welt-Länder in dieser Periode verhandelt, auf der anderen Seite das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung für die Jahre 2007 bis 2013. "Die österreichische Bundesregierung ist hier gefordert, wirkungsvolle Akzente für mehr Forschung zu vernachlässigten Krankheiten zu setzen", appellieren Ärzte ohne Grenzen. (red)

  • Initiativen für leistbare Medikamente für Menschen in Entwicklungs­ländern fordern Ärzte ohne Grenzen von Österreich.
    foto: epa/nic bothma

    Initiativen für leistbare Medikamente für Menschen in Entwicklungs­ländern fordern Ärzte ohne Grenzen von Österreich.

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