Microsoft macht mehr Gewinn

7. November 2005, 13:35
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Die Erwartungen der Wall Street enttäuschte der Weltmarktführer jedoch mit dem Erlösausblick für das laufende Vierteljahr

Seattle - Das US-Softwarehaus Microsoft hat im abgelaufenen Quartal den Reingewinn dank solider Verkaufszahlen seines Betriebssystems Windows um rund ein Viertel gesteigert. Die Erwartungen der Wall Street enttäuschte der Weltmarktführer jedoch mit dem Erlösausblick für das laufende Vierteljahr, in dem die als Umsatzbringer geltende neue Videospielkonsole Xbox 360 auf den Markt kommen soll.

Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie des Branchenführers um 1,5 Prozent auf 24,47 Dollar. Der Nettogewinn wurde im abgelaufenen ersten Quartal des Geschäftsjahres (per Ende September) zwar um 24 Prozent auf 31,4 Milliarden Dollar gesteigert. Für das laufende Quartal per Ende Dezember blieb der Konzern mit seiner Umsatzerwartung von 11,9 bis zwölf Milliarden Dollar jedoch hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten mit 12,26 Milliarden Dollar gerechnet.

Drosselung in der Anlaufphase

Microsoft-Finanzchef Chris Liddell sagte, der Konzern wolle bei der Spielekonsole nach dem geplanten Verkaufsstart am 22. November in einer Startphase noch nicht alle Verkaufskapazitäten ausschöpfen. Liddell räumte ein, dass die Analysten sich mehr versprochen hätten. Das Kalkül des Unternehmens sei es aber, dass man sich bewusst für eine Drosselung in der Anlaufphase entschlossen habe,um keine Nachschubengpässe zu riskieren. Laut Microsoft sollen im gesamten laufenden Geschäftsjahr 4,5 bis 5,5 Millionen Xbox 360 ausgeliefert werden.

Mit einem Umsatzwachstum um sechs Prozent auf 9,74 Milliarden Dollar blieb Microsoft im abgelaufenen Quartal leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit 9,79 Milliarden Dollar gerechnet hatten. "Wir hatten gehofft, etwas mehr zu sehen", sagte Brendan Barnicle von Pacific Crest Securities.

Analysten hatten mehr erwartet

Für das laufende Vierteljahr rechnet das weltgrößte Softwarehaus mit einem Gewinn zwischen 32 und 33 Cent je Aktie. Auch hier waren die Analysten optimistischer. Sie erwarteten für diesen Zeitraum einen Gewinn je Aktie von 38 Cent.

Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 1,26 bis 1,30 Dollar einschließlich Sonderposten. Der Markt setzte die Erwartungen mit 1,44 Dollar je Aktie an. Das Umsatzziel des Unternehmens liegt für das Gesamtjahr bei 43,7 Milliarden Dollar bis 44,5 Milliarden Dollar. Die Schätzungen der Analysten gingen von 44,289 Milliarden Dollar aus. (APA/Reuters)

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