Investoren erhalten Schadensersatz nach WorldCom-Pleite

6. November 2005, 17:19
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651 Mio. Dollar für amerikanische Pensionsfonds

Mehrere große US-Pensionsfonds haben sich im Rechtsstreit mit ehemaligen Investmentbanken des 2002 zusammengebrochenen Telekomkonzerns WorldCom auf Schadensersatz in Millionenhöhe verständigt.

651 Mio. Dollar für amerikanische Pensionsfonds

Es handle sich um einen Betrag von insgesamt mehr als 651 Mio. Dollar (537 Mio. Euro), teilte die mit den Verhandlungen betraute Anwaltskanzlei am Donnerstag in New York mit. Betroffen seien 65 Pensionsfonds - darunter der größte derartige Investor in den USA. Die Einigung erfolgte mit verschiedenen Investmentbanken, darunter dem Marktführer CitiGroup und JP Morgan, wie es hieß. Damit geht eines der letzten großen Verfahren im Zuge der WorldCom-Pleite zu Ende.

Falsch

Die Pensionsfonds hatten Verluste durch den Kauf von Anleihen und Aktien von Worldcom zwischen 1998 und 2001 geltend gemacht, hieß es weiter. Pensionsfonds zählen in den USA zu den mächtigsten institutionellen Investoren. Den Banken wurde vorgeworfen, noch Anleihen begeben zu haben, obwohl sie bereits hätten wissen müssen, dass WorldCom falsch bilanziert habe.

Die Telefongesellschaft WorldCom war bis 2002 der zweitgrößte Anbieter von Fernverbindungen in den USA. In den Bilanzen von WorldCom waren Fehlbuchungen über elf Milliarden Dollar aufgedeckt worden. Durch den Zusammenbruch im Juli 2002 hatten viele Anleger ihr Geld verloren. Nach einer Umstrukturierung arbeitet das Unternehmen heute unter dem Namen MCI. (APA/Reuters)

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