Tagfahrlicht versus Abblendlicht

10. November 2005, 21:14
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Umrüsten, aber richtig

Ab 15. November muss auch untertags mit Abblendlicht oder dem so genannten Tagfahrlicht gefahren werden. Das schwache Begrenzungslicht reicht nicht aus, die Frage der Nebelscheinwerfer wird noch diskutiert.

Umweltschutz

Würden alle mit Abblendlicht fahren, würden dadurch bei gleich bleibender Fahrweise insgesamt einige Tonnen an Sprit mehr verbraucht werden. Schätzungen sprechen von ein bis zwei Prozent mehr Kraftstoffverbrauch, wenn das Abblendlicht eingeschaltet ist. Die großen Lampenhersteller betonen, dass die Leuchten des Abblendlichtes nicht auf Permanentbetrieb ausgerichtet seien und deswegen öfters gewechselt werden müssen. Am Tag müssten an sich das Kennzeichen oder die Armaturen nicht extra beleuchtet werden, was aber in der Einstellung "Abblendlicht" der Fall ist.

Umrüsten

Prinzipiell ist Umrüsten nicht notwendig, da Abblendlicht ja ausreicht. Aber die Autoimporteure stellen derzeit die Produktion auf die neuen Vorschriften um und bieten Umrüstungen für ältere Autos an; neuere haben Tagfahrlicht teilweise schon in Serie. Man erkundige sich bei seinem Händler über Details; exemplarisch seien genannt: Bei VW ist Tagfahrlicht auch ab sofort serienmäßig verfügbar.

Umkodierung

Ebenso werden die Besitzer älterer Autos der VW-Konzernmarken in die Werkstätten eingeladen - es wird entweder die Elektronik umkodiert oder per Kabel umgerüstet. Bei Opel hingegen gibt es außer bei Meriva und Agila das Feature ab sofort; die Umrüstungen mittels Relais kosten je nach Modell verschieden viel. Programmieren ist grundsätzlich günstiger als Kabel zu verlegen (mehr Arbeitszeit zu bezahlen).

Unabhängige

Für den Autohandel ist die Taglichtpflicht keine schlechte Sache, bringt sie doch die Chance auf Kundenkontakte. Aber auch für unabhängige Anbieter bietet die Novelle ein Betätigungsfeld: So bietet etwa die steirische Firma X.Light ein "Steuergerät für alle Kfz" an, das automatisch nach dem Starten stets Energie sparendes Tagfahrlicht herstellen soll, "ohne Energie in Widerständen zu verbrennen". Konsumentenschützer warnen in jedem Fall vor Geräten ohne ECE-Prüfung. (szem, AUTOMOBIL, 28.10.2005)

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