EU-Gipfel fordert Syrien zu Aufklärung des Hariri-Mordes auf

1. November 2005, 09:35
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Ergebnisse des UNO-Berichts sehr schwerwiegend

Hampton Court - Die Staats- und Regierungschefs der EU haben Syrien zur Mitarbeit bei der Aufklärung der Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri aufgefordert. Die Ergebnisse eines UN-Berichts, wonach Syrien hinter der Ermordung Hariris vom Februar stehe, seien "sehr schwerwiegend", hieß es in einer Gipfelerklärung vom Donnerstag.

Die EU unterstütze die Bemühungen der Vereinten Nationen, der Gerechtigkeit Geltung zu verschaffen. Die Staats- und Regierungschefs der 25 EU-Staaten bedauerten "die eindeutigen Anzeichen dafür, dass Syrien bei der Untersuchung nicht voll mit dem UN-Ermittler zusammengearbeitet hat". Sie forderten Syrien auf, "bedingungslos mit den Ermittlern bei dem Versuch zusammenzuarbeiten, dieses abscheuliche Verbrechen vor Gericht zu bringen".

In seinem Bericht hatte der UN-Sonderermittler, der Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis, über eine maßgebliche Beteiligung Syriens an dem Anschlag auf Hariri berichtet. Dies war von der Regierung in Damaskus und dem Syrien-treuen libanesischen Präsidenten Emile Lahoud zurückgewiesen worden. (APA/dpa)

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