Deutschland führt am 1. November neue Reisepässe ein

2. November 2005, 08:11
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Biometrische Daten sollen für mehr Sicherheit sorgen - Neue Pässe deutlich teurer

Berlin - Deutschland führt zum 1. November als erster EU- Mitgliedstaat elektronische Reisepässe mit biometrischen Daten ein. Diese sollen für mehr Sicherheit sorgen, werden für den Bürger aber deutlich teurer als die bisherigen Ausweise.

Nach Angaben des deutschen Innenministeriums vom Donnerstag kostet die Ausstellung eines Reisepasses statt der bisherigen 26 künftig 59 Euro. Antragsteller unter 26 Jahren müssen zwar nur 37,50 Euro zahlen - dafür ist der Reisepass statt der üblichen zehn Jahre dann aber nur fünf Jahre lang gültig.

Chip in Passdeckel integriert

Wer einen Reisepass beantragt, bekommt künftig automatisch den neuen "ePass". Im Passdeckel ist ein Chip integriert, auf dem zunächst ein digitales Foto des Passinhabers gespeichert wird. Von März 2007 an wird es durch zwei Fingerabdrücke ergänzt.

Besitzer alter Reisepässe können diese erst einmal weiterhin benutzen. Erst wenn ihre Gültigkeit abgelaufen ist - das kann bis zum Jahr 2015 dauern - müssen sie durch den ePass ersetzt werden. Auch neue Pässe, auf denen zwar ein digitales Foto, aber noch keine Fingerabdrücke gespeichert sind, bleiben zehn Jahre lang gültig. (APA/dpa)

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