Weill-Fest 2006 mit Kooperationssschwerpunkt

3. November 2005, 19:10
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"Weill & Brecht" mit 38 Veranstaltungen

Dessau - Die künstlerische Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht steht im Mittelpunkt des Kurt-Weill-Festes vom 24. Februar bis zum 5. März 2006 in Dessau. "Wir erinnern zum 50. Todestag von Brecht (1898-1956) an eine bedeutende Autorenzusammenarbeit des 20. Jahrhunderts", sagte Intendant Clemens Birnbaum am Mittwoch in Dessau. "Von den insgesamt acht Stücken, bei denen Weill die Musik komponierte und Brecht den Text schrieb, werden sieben beim diesjährigen Weill-Fest aufgeführt."

Zum Auftakt des Festivals wird das Stück "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" gezeigt. Auf dem Programm stehen auch die Aufführung des "Berliner Requiems" in der fast vollständigen Urfassung von 1928 und die Schulopern "Der Jasager" und "Der Neinsager" sowie zwei Verfilmungen der "Dreigroschenoper". Insgesamt gestalten unter dem Titel "Weill & Brecht" mehr als 300 Künstler aus sieben europäischen Ländern und den USA die 38 Veranstaltungen zur 14. Auflage des Musikfestes mit seinem Etat von rund 480.000 Euro.

Produktive Jahre

Brecht und Weill arbeiteten zwischen 1927 und 1933 zusammen. Als bahnbrechend gilt die "Die Dreigroschenoper" von 1928. Ihr letztes gemeinsames Werk war "Die sieben Todsünden".

Kurt Weill wurde am 2. März 1900 als Sohn eines jüdischen Kantors in Dessau geboren. Mit 19 Jahren ging er nach Berlin, um Musik zu studieren. 1933 flüchtete er vor den Nazis zunächst nach Paris. 1935 emigrierte er zusammen mit seiner Ehefrau Lotte Lenya in die USA, wo er zu einem gefragten Broadway-Komponisten aufstieg. Er starb 1950 in New York. (APA/dpa)

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