Weltbank sieht positive Tendenz in Wirtschaft der neuen EU-Staaten

7. November 2005, 13:31
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Budget-Defizite in allen Ländern außer der Slowakei rückläufig

Warschau - Die Weltbank sieht positive Tendenzen in der wirtschaftlichen Entwicklung der neuen EU-Mitgliedsstaaten in Ostmitteleuropa und dem Baltikum. Auch wenn sich das Reformtempo in einigen der Staaten wegen bevorstehender Wahlen verlangsamt habe, sei das Defizit in allen Staaten mit Ausnahme der Slowakei zurückgegangen, hieß es in dem am Donnerstag in Warschau vorgestellten Bericht.

Untersucht wurde die wirtschaftliche Entwicklung in Polen, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, in Slowenien sowie Litauen, Lettland und Estland.

Zurückhaltung in Polen

In Polen, dem größten der neuen EU-Mitglieder, bemängelte die Weltbank jedoch die zurückhaltenden Investitionen einheimischer Unternehmer. Das Wirtschaftswachstum werde nicht in die Schaffung neuer, dringend benötigter Arbeitsplätze umgewandelt, hieß es. Mit einer Arbeitslosenquote von 17,6 Prozent hat Polen den größten Anteil von Arbeitslosen in der Bevölkerung.

Die meisten der acht Staaten haben nach Ansicht der Weltbank-Experten den vorübergehenden Anstieg der Inflation nach dem EU-Beitritt gut aufgefangen. Trotz Zinssenkungen sei etwa in Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei eine Stärkung der lokalen Währungen erreicht worden, hieß es in dem Bericht. Vor allem in den baltischen Staaten werde die Kontrolle der Inflation jedoch durch die schwierigere Lage auf dem Arbeitsmarkt und den raschen Lohnanstieg kompliziert. (APA/dpa)

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