Tokioter Preis für österreichische Jungarchitekten

3. November 2005, 19:14
posten

Projekt "real landscape - real mistakes" des Büros "heri und salli"

Tokio - Die beiden österreichischen Architekten Josef Saller und Heribert Wolfmayr wurden in Tokio bei einem internationalen Architekturwettbewerb mit einem dritten Preis für die beste "Town Landmark" ausgezeichnet. Die beiden Absolventen der Grazer Technischen Universität setzten sich gegen 800 Mitbewerber durch. Insgesamt wurden elf Preise vergeben.

Seit 1966 werden bei der "Central Glass International Architectural Design Competition" jene Projekte prämiert, die ein augenfälliges Wahrzeichen innerhalb einer Stadt darstellen. In der Jury, der der japanische Stararchitekt Toyo Ito angehört, gelten das Empire State Building, die Türme von San Gimignano oder bekannte historische Tempel als Maßstab, was als "Landmark" angesehen wird.

Kunstobjekte für die "wahre Landschaft"

Das Projekt des Oberösterreichers Wolfmayr (32) und des Salzburgers Saller (34) wurde in Bischofshofen unter dem Titel "real landscapes - real mistakes" realisiert. Die beiden Architekten haben einen überlangen Zebrastreifen in Bischofshofen geschaffen, den "die ganze Stadt gemeinsam gebaut hat". Es hätten nämlich wegen des knappen Budgets, das zur Verfügung stand, "sogar Kinder beim Schaufeln geholfen", erklärten Wolfmayr und Saller nach der Preisverleihung.

Grundidee der Architekten war es, entlang eines Weges durch das asphaltierte Ortsgebiet und den benachbarten Wald Kunstobjekte für die "wahre Landschaft" auszuarbeiten. Der Zebrastreifen "vermittelt ein Recht", und dieses sollte auch jenen zugute kommen, die auf der Suche nach Kultur durch Bischofshofen streifen. Daher wurde der Weg entlang der Kunstinstallationen als vier Kilometer langer Zebrastreifen gestaltet. (APA)

Share if you care.