Gold für die Adern

28. März 2006, 13:07
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Warum Extra Vergine Olivenöl oft zu billig ist, um echt und gesund zu sein

Wo kommt all das Olivenöl bloß her? Angesichts des in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegenen Verbrauchs tauchen immer wieder Fragen auf, wie der Bedarf an hochwertigem, für Gesundheit und Wohlgeschmack so wichtigem Olivenöl überhaupt gedeckt werden kann. Zwar hat die EU den Olivenanbau gefördert, mit der immensen Verbrauchssteigerung hielt das aber nie mit. Qualitätsbewusste Produzenten und Verbraucher haben deshalb schon öfters Alarm geschlagen, dass das, was um oft weniger als acht Euro pro Liter an ahnungslose Konsumenten als Extra Vergine Olivenöl verkauft wird, in Wahrheit nur gepanschtes oder raffiniertes Öl sein kann.

Gefährlich ist der Konsum solcher Fette kaum, die Gewissheit, der Arterienverfettung Paroli zu bieten, kauft man sich mit Ölen dieser Art freilich nicht ein - von der subtilen Unterstützung, die erstklassiges Olivenöl auch und gerade einfachsten Speisen bietet, ganz zu schweigen. Dabei sind die Richtlinien der EU, wann sich ein Olivenöl "nativ extra" nennen darf, durchaus streng: nicht über 0,8 Prozent Säure und eine geschmackliche Bestätigung durch ein unabhängiges Experten-Panel - bloß wird kaum geprüft, ob all die Öle, die sich das begehrte Mäntelchen umhängen, den Anforderungen entsprechen. Bei Tests, wie sie etwa das ZDF mit der Zeitschrift Merum durchführte, fallen dann regelmäßig bis zu drei Viertel der getesteten Supermarkt-Öle einfach durch.

Hochklassige Öle, reich an Polyphenol und Vitamin E, kosten einfach mehr Geld - dafür aber überzeugen sie durch intensive Fruchtigkeit, pfeffrige Schärfe und eine prononcierte Bitterkeit im Geschmack.
(corti/Der Standard/rondo/01/07/2005)

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    foto: cremer
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