Feminale und Traumata

28. November 2005, 15:29
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Das AEP bietet dichtes, spannendes Herbstprogramm: Von der Fortsetzung der politischen Frauenfilmreihe bis hin zu Bibliotheksgesprächen

Die Frauenbibliothek AEP veranstaltet im Herbst weitere Bibliotheksgespräche sowie sie auch gemeinsam mit ArchFem die politische Frauenfilmreihe "Feminale" weiter führt.

  • "Weißsein im Widerspruch" Critical Whiteness-Studien anhand der Buches von Eske Wollrad: Weißsein im Widerspruch. Feministische Perspektiven auf Rassismus, Kultur und Religion. (Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Taunus 2005) Montag, 5. Dezember, 19.30 Uhr - Dr.in Mag.a Monika Jarosch

    In der Rassismusforschung ist die Hautfarbe eine Kategorie, die wesentlich für die Positionierung in der Gesellschaft ist, Weiß jedoch war bisher keine Farbe. Für "weiße" Menschen ist Weißheit normal, keine relevante Kategorie, und die Privilegien, die sich daraus ergeben, sind unsichtbar. So ist Weißsein eine Position struktureller Vorteile, woraus wiederum Ausschließungsprozesse für Nicht-Weiße entstehen. Die Autorin thematisiert in ihrem Buch die für Feministinnen oftmals schwer akzeptierbare Tatsache, dass "Gender" nicht mehr die Metakategorie ist. Aber auch die Analyse von Weißsein allein oder zusammen mit Geschlecht genügt wohl nicht, um alle Dimensionen gesellschaftlicher Machtverhältnisse zu erfassen. Aspekte wie Klasse, Lebensform, Alter, Nationalität, Ethnizität und auch Religion entscheiden zusätzlich z.B. wie "weiß" eine Person ist. Wir wollen uns in der Diskussion erarbeiten, was Rassismusforschung und Critical Whiteness Studien für den Feminismus bedeuten, für den die Kategorie Geschlecht immer noch erforderlich ist.

    Zur Person: Studium der Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft. Aktiv in der autonomen Frauenbewegung Innsbruck, beim Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft, Mitarbeit in der AEP-Frauenbibliothek, Herausgabe und Redaktion der AEP-Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft. Externe Lehrbeauftragte an den Universitäten Innsbruck, Linz, Graz und Salzburg. Veröffentlichungen im Bereich Gewalt in der Familie, Gleichstellungspolitik, "Frauenquoten in Österreich" (2001, Studienverlag).

    Feminale 2005 - eine politische Frauenfilmreihe. die Zweite

    Die Feminale geht weiter. Dieses Jahr präsentiert das ArchFem Filme und Vorträge, die unbequemes und widerständiges Handeln von Frauen in unterschiedlichen politischen, sozialen und historischen Lebenszusammenhängen und Realitäten sichtbar machen will.

    Eintritt frei! Alle gezeigten Filme sind in deutscher Sprache oder mit deutschen Untertiteln!(red)

  • Links

    AEP-Frauenbibliothek
    Müllerstrasse 26, A-6020 Innsbruck
    Tel. & Fax +43 / (0)512 / 58 36 98
    E-Mail

    Neue erweiterte Öffnungszeiten:

    Montag 16.30 - 19.30 Uhr
    Donnerstag 10 - 12 Uhr
    Freitag 10 - 13 Uhr

    ArchFem
    Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation
    Liebeneggstraße 8, A - 6020 Innsbruck
    Tel.: 0512/ 507/ 4039

    Die Veranstaltungen der "Feminale" finden in den Räumen des Vereins Frauen aus allen Ländern (Schöpfstraße 4, 6020 Innsbruck) statt.
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