Sony steigerte operativen Quartalsgewinn deutlich

4. November 2005, 11:30
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Elektronikkonzern bekräftigt aber Prognose eines operativen Verlustes für das Gesamtjahr wegen Umstrukturierungskosten

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat seinen operativen Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich gesteigert, rechnet für das Gesamtjahr aber weiterhin mit Verlusten. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Unterhaltungselektronik führte den Gewinnanstieg am Donnerstag vor allem auf rückläufige Pensionsverpflichtungen zurück.

Ausgleich

Buchgewinne aus den Pensionsprogrammen konnten die negativen Folgen des Preisverfalls bei den Fernsehgeräten und Verluste in der Filmsparte ausgleichen. In den Kernbereichen des Konzerns wurde das Geschäft durch einen schwachen Absatz herkömmlicher Fernsehgeräte und tragbarer Musikabspielgeräte belastet. Der neue Sony-Chef Howard Stringer will mit einem umfassenden Konzernumbau zu den Konkurrenten Matsushita und Sharp im Bereich der TV-Flachbildschirme sowie Apple auf dem Markt der modernen Musikgeräte aufschließen.

Das Ergebnis übertraf die durchschnittlichen Markterwartungen

Im dem Ende September abgeschlossenen zweiten Quartal stieg der Betriebsgewinn der Konzerngruppe um 52 Prozent auf 65,92 Mrd. Yen (rund 471 Mio. Euro) nach 43,4 Mrd. Yen ein Jahr zuvor. Das Ergebnis übertraf die durchschnittlichen Markterwartungen, die bei 40,83 Mrd. Yen gelegen hatten. Der Umsatz verharrte auf dem Vorjahresniveau von 1,703 Billionen Yen (12,19 Mrd. Euro).

Verlust

Das Unternehmen bekräftigte am Donnerstag zugleich seine Prognose eines operativen Verlustes für das gesamte Geschäftsjahr von 20 Mrd. Yen. Darin einkalkuliert sind auch 140 Mrd. Yen an Umstrukturierungskosten, die durch den Stellenabbau in der schwächelnden Elektroniksparte anfallen.(APA/Reuters)

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Sony

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    Howard Stringer, Chairman und CEO von Sony

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