Einstein war ein eifriger Briefeschreiber

2. November 2005, 12:09
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Forscher schrieb insgesamt mehr als mehr als 14.500 Briefe - dahinter liegt Darwin mit 7.591 Briefen

Paris - Die zu Lebzeiten stark umstrittenen Wissenschafter Charles Darwin und Albert Einstein haben eine äußerst rege Korrespondenz mit ihren Kollegen geführt. Der britische Evolutionsforscher Darwin (1809 bis 1882) habe in seinem Leben 7.591 Briefe an andere Wissenschafter verfasst und 6.530 erhalten, ergab eine Studie, die in "Nature" veröffentlicht wurde.

Damit blieb er aber weit hinter dem aus Deutschland stammenden Physik-Genie Einstein (1879-1955) zurück: Dieser hatte mehr als 14.500 Briefe verschickt und 16.200 bekommen. Wie die Forscher der Universitäten Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana und Aveiro in Portugal herausfanden, kam Darwin in den letzten 30 Jahren seines Lebens auf eine Quote von 0,59 Briefen pro Tag, Einstein schrieb dagegen 1,02. Beide Forscher waren zumeist schnell bei der Beantwortung ihrer Korrespondenz, hieß es weiter.

Darwin verfasste den Angaben zufolge auf 63 Prozent der an ihn gerichteten Briefe binnen zehn Tagen eine Antwort, Einstein immerhin auf 53 Prozent. Dies zeige, wie wichtig ihnen der wissenschaftliche Austausch mit Kollegen gewesen sei, betonten die Verfasser des Berichts. (APA)

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    Ein von Einstein geschriebener Brief

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