Starker Preisanstieg im September

7. November 2005, 14:34
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Energiepreisindex für private Haushalte gut 15 Prozent über Vorjahr - 40-prozentiger Anstieg beim Heizölpreis

Wien - Die Energiepreise sind im September weiter angestiegen: Der Energiepreisindex für private Haushalte, von der Österreichischen Energieagentur auf Basis von Daten der Statistik Austria erstellt, ist sowohl gegenüber dem Vormonat (+4,6 Prozent) als auch gegenüber dem Vorjahr (+15,1 Prozent) kräftig nach oben geklettert.

Damit lag die Steigerungsrate des Energiepreisindex deutlich über der Rate des gesamten Verbraucherpreisindex (VPI), der im September wie berichtet gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und im Jahresvergleich um 2,4 Prozent zulegte.

Spritpreise im Jahresvergleich enorm verteuert

Benzin und Diesel haben sich im vergangenen Monat weiter verteuert. Bei Normalbenzin stieg der Preis im Vergleich zum August um 7,6 Prozent, bei Eurosuper ebenfalls um 7,6 Prozent und bei Diesel um knapp 4 Prozent. Wesentlich deutlicher zum Ausdruck kommt der Anstieg der Spritpreise auf Jahressicht: Gegenüber September 2004 zogen die Preise für Normalbenzin und Eurosuper um 23,1 bzw. 22,8 Prozent an. Der Dieselpreis lag um 25,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Strompreis ist im September erstmals wieder nach oben gegangen, nachdem er seit Februar 2005 relativ konstant (fallweise mit leicht sinkender Tendenz) blieb. Gegenüber dem Vormonat August verteuerte sich Strom um 0,5 Prozent, im Jahresabstand um 3,1 Prozent. "Da die Grundgebühr konstant geblieben ist, lässt sich der Anstieg des Strompreises auf höhere Arbeitspreise zurückführen (sowohl in der Nacht als auch am Tag)", erklärte die Energieagentur in einer Aussendung vom Donnerstag.

Mit Beginn der Heizsaison ist ein Anstieg der Energiepreise zu beobachten. Während die Außentemperaturen konstant sinken, waren selbst bei zuletzt relativ unveränderten Preisen wie bei Gas, Fernwärme und Strom Tendenzen nach oben festzustellen.

Höchste Steigerungsraten bei Heizöl

Der Gaspreis, seit April 2005 unverändert, legte im September d.J. um 1,4 Prozent zu und befindet sich nun 6,2 Prozent über dem Niveau von September 2004. Der Fernwärme-Preis war seit Februar 2005 völlig konstant, stieg aber im September um knapp 3 Prozent und liegt um 4,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Wie bei Strom, so die Energieagentur, seien auch bei Gas- und Fernwärme die Arbeitspreise gestiegen.

Die höchsten Steigerungsraten gibt es nach wie vor bei Heizöl: Der Preis lag im September um knapp 40 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Bei festen Brennstoffen kam es im vergangenen Monat zu einem leichten Preisanstieg. Brennholz verteuerte sich um 0,8 Prozent gegenüber August und um 2,6 Prozent gegenüber September 2004. Der Kohle-Index (bestehend aus Briketts, Koks und Steinkohle) lag um 1,5 Prozent über dem Wert des Vormonats und um 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert. (APA)

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