Konferenz zur Vogelgrippe noch im November in Genf

4. November 2005, 15:15
posten

Gesundheitsexperten befürchten Pandemie mit Millionen Toten

Washington - Vertreter aus aller Welt wollen nach Angaben der Weltbank Anfang November in Genf über Maßnahmen im Kampf gegen die für den Menschen gefährlichen Variante der Vogelgrippe beraten. Auf der Konferenz vom 7. bis 9. November sollen die internationalen Bemühungen zum Schutz vor der Virusvariante H5N1 koordiniert und Mängel im Veterinär- und Gesundheitssystem ermittelt werden. (APA)

Zudem sollten in einem Fonds Mittel zur Bekämpfung der Krankheit bereitgestellt werden, sagte Weltbank-Vizepräsident Jim Adams am Mittwoch in Washington. Zunächst würden 300 bis 500 Millionen Dollar benötigt, um Länder beim Aufbau eines Notprogramms für den Fall einer Pandemie zu unterstützen.

Gesundheitsexperten befürchten, das H5N1-Virus könnte zu einem von Mensch zu Mensch übertragbaren Erreger mutieren und eine Pandemie mit Millionen Toten auslösen. Seitdem sich die Vogelgrippe von Asien aus in den Osten Europas ausgebreitet habe, werde die von ihr ausgehende Bedrohung von den Regierungen und Institutionen bewusster wahrgenommen sagte Adams. "Jeder hat eingesehen, dass dies mit der Zeit zu einem globalen Problem wird und dass in diesem Zusammenhang die Gegenmaßnahmen verstärkt werden müssen."

Am Mittwoch hatte sich bestätigt, dass der gefährliche Vogelgrippe -Strang H5N1 auch Kroatien erreicht hat. Untersuchungen ergaben, dass die vergangene Woche im Osten des Landes entdeckten toten Wildvögel mit dem H5N1-Virus infiziert waren.

Das H5N1-Virus war zuvor in Europa in Russland, Rumänien und der Türkei nachgewiesen worden. In Asien grassiert die Vogelgrippe seit 2003. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben an ihr dort in vier Ländern insgesamt 62 Menschen.

Share if you care.