Neue Förderprojekte des Filmfonds Wien

3. November 2005, 15:20
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Trend zum Dokumentarfilm - insgesamt knapp 670.000 Euro für 15 Projekte

Wien - Bei seiner vierten Sitzung des Jahres hat der Filmfonds Wien Förderungen in der Gesamthöhe von 667.524 Euro vergeben. Die geförderten Filme sind Beleg für den anhaltenden Trend zu Dokumentarfilmen - unter den acht Herstellungsförderungen befindet sich nur ein Spielfilm. Weiters gab es für sieben Filme eine Projektförderung, hieß es Dienstag Nachmittag in einer Aussendung.

Dem Mozart-Jahr kann man nirgendwo entrinnen

Herstellungsförderungen erhielt der erste Abend füllende Spielfilm von Günter Schwaiger, "Der Auftrag" (Wega Film, 222.723 Euro). Sonst kamen nur Dokus zum Zug: "Bleiben oder gehen" von Christina Zurbrügg und Michael Hudecek (GAMSfilm, 20.760 Euro) beschäftigt sich mit Zurbrüggs Geburtsort, einem Bergbauerndorf, in dem auch Dürrenmatt urlaubte. "Mozart - Eine Spurensuche" (Interspot Film, 40.000 Euro) von Ute Gebhardt will mit DNA-Analysen von Mozartschädel und -locken Licht in den Mythos Mozart bringen, "My Name is Carlos" von Amir Amirani (coop99, 70.000 Euro) handelt vom Überfall auf die OPEC im Jahr 1975 in Wien.

Susanne Brandstätter porträtiert in "Die Richterin" (Aichholzer Film, 25.000 Euro) die österreichische UNO-Richterin Claudia Fenz. "Sneaker Stories" über Jugendliche, die ihren Vorbildern aus den Turnschuhwerbungen nacheifern, erzählt Katharina Weingartner (Wailand, 91.000 Euro). Und Wolfgang Rest schildert in "Spanien ist überall" (Adi Mayer's Filmbüro, 48.500 Euro), das Leben von Hans Landauer, das von seiner Teilnahme am spanischen Bürgerkrieg und von seiner Haft im KZ Dachau geprägt ist.

Dziga Vertov-Edition

Dziga Vertovs 1930 gedrehter erster Tonfilm "Entuziasm" ist der Auftakt einer neuen internationalen DVD-Edition, der "Edition Filmmuseum". Zum Start gibt es 7.350 Euro.

Unter den Projektförderungen finden sich "Der Kameramörder", eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Glavinic (Prisma Film, 23.000 Euro), die Tragikkomödie "Kleine Fische" (Novotny & Novotny, Regie: Marco Antoniazzi, 25.700 Euro) und "Sisi & Franzl - Durchlaucht, die Krone raucht!", ein "Bekenntnis zur klassischen österreichischen Komödie" von Horst Günther Fiedler (Filmhaus Films, 10.300 Euro).(APA)

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