Constantia Industrie kaufte deutsche Masa-Gruppe

7. November 2005, 13:49
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Masa erzielte zuletzt mit rund 680 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 140 Mio. Euro - Okay der Kartellbehörde noch ausständig

Wien - Der Wiener Industriezulieferer Constantia Industrie, vormals Constantia Iso, hat die im deutschen Familienbesitz befindliche Masa-Gruppe übernommen. Kaufpreis wurde keiner genannt. Der Konzern wird den Teilbereich Letron und die Sparte FunderMax Impregnated Papers - beide bisher unter dem Dach der Iso zusammengefasst - um die Masa-Gruppe erweiteren und daraus den Teilkonzern "Constantia Surfaces" bilden.

Während Letron den überwiegenden Teil des Umsatzes im Bereich Folien- und Kantenproduktion erwirtschaftet, ergänzt der Erwerb von Masa strategisch den Bereich "Vorimprägnate und Dekordrucke", hieß es Dienstagnachmittag in einer Aussendung.

140 Millionen Euro Umsatz

Die Masa-Gruppe erwirtschaftet derzeit weltweit an sieben Produktionsstandorten mit rund 680 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 140 Mio. Euro. Die "Constantia Surfaces" wird gemeinsam mit den Konzernunternehmen Letron, der FunderMax Sparte "Impregnated Papers" und der Masa-Gruppe einen Umsatz von rund 260 Mio. Euro mit rund 1.100 Mitarbeitern erzielen.

Die Constantia Industries AG ist als Zulieferer der Industrie mit ihren 32 Konzerngesellschaften in den Bereichen Holzwerkstoffe, Technische Kunststoffe und Surfaces auf den internationalen Märkten präsent. Neben den Produktionsstandorten in Deutschland und in Spanien ist die deutsche Masa-Gruppe in Wachstumsmärkten wie zum Beispiel Polen, Russland und Brasilien vertreten.

Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus

Durch die weltweiten Standorte könne der Teilkonzern "Constantia Surfaces" künftig Synergien am Beschaffungsmarkt, in der Produktion und im Absatz effizienter nutzen und erreiche mit der Masa-Gruppe "eine ideale Abrundung und eine wesentliche Erweiterung seines gesamten Produktportfolios", hieß es.

Die Übernahme wird rückwirkend per 1. Jänner 2005 angestrebt. Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden und weiterer nicht angeführter aufschiebender Bedingungen. (APA)

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