Trikotstreit beigelegt

5. November 2005, 16:03
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FIFA und Puma schlossen in der Causa um die beim Afrika-Cup verbotenen Kamerun-Einteiler einen Vergleich

Zürich - Der Fußball-Weltverband FIFA und der Sportartikelhersteller Puma haben ihren Rechtsstreit um das Einteiler-Trikot der Nationalmannschaft von Kamerun beendet und sich auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. "Diesen Vergleich haben die Parteien im Interesse des internationalen Fußballsports abgeschlossen", hieß es am Dienstag in einer offiziellen Erklärung der FIFA in Zürich. Über den Inhalt der Vergleichsvereinbarung vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Die FIFA hatte die Einteiler der Nationalmannschaft Kameruns während des Afrika-Cups 2004 verboten. Der Herzogenauracher Ausrüster Puma wollte zwei Millionen Euro Schadensersatz.

Beim Afrika-Cup 2004 hatte der Weltverband Kamerun ursprünglich mit dem Abzug von sechs Punkten in der WM-Qualifikation bestraft, dieses Urteil später aber aufgehoben. Bestehen blieb allerdings eine Geldstrafe von 200.000 Schweizer Franken (130.000 Euro), die Puma für den Fußballverband von Kamerun beglich. Der Konzern argumentiert, dass die FIFA die einteiligen Trikots bereits ein dreiviertel Jahr vor dem Afrika-Cup gekannt habe. Das Verbot sei dann völlig überraschend gekommen.

Zum Prozessauftakt beim Landgericht Nürnberg hatte die Vorsitzende Richterin zu erkennen gegeben, dass sie das Verhalten des Weltverbandes für kartellrechtswidrig hält. Die FIFA habe die Regeln zur Bekleidung von Fußballspielern willkürlich ausgelegt. Nachdem die Richterin in Pension gegangen war, musste der Fall vor Gericht neu aufgerollt werden. (APA/dpa)

  • Samuel Eto'o in der Panier, die laut FIFA nicht den Bekleidungsvorschriften für Fußballer entsprach.
    foto: puma

    Samuel Eto'o in der Panier, die laut FIFA nicht den Bekleidungsvorschriften für Fußballer entsprach.

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