Jamba mischt im deutschen Mobilfunkgeschäft mit

3. November 2005, 10:20
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Klingeltonriese zapft Netz von E-Plus an

Der Markt beherrschende Klingeltonvertreiber Jamba bietet in Deutschland künftig einen eigenen Handy-Tarif über das Netz von E-Plus an. Die Kunden sollen vor allem mit den besonders günstigen SMS-Preisen von nur zehn Cents pro Nachricht sowie einer inkludierten Handyversicherung angelockt werden. Speziell die junge Zielgruppe der 20- bis 30-Jährigen wird von "Jamba-Sim", das ab sofort erhältlich ist, anvisiert. Die Minutenpreise der Prepaid-Card in das Festnetz bzw. in alle anderen Mobilfunknetze liegen allerdings mit 30 Cent erheblich über den Kosten anderer Billigtarifanbieter. Um das Angebot nutzen zu können, muss der Kunde bereits ein Handy besitzen.

Überzeugung

Trotz der relativ teuren Gesprächsgebühren glaubt Jamba an den Erfolg des neuen Produktes. "Entscheidend ist bei dem Tarif, dass eine Versicherung für das Handy mit inbegriffen ist. Zudem haben wir ja schon sehr viel mobilen Content auf dem Markt. Der Schutz und die mobilen Inhalte werden also zusammen die Durchsetzung bei der angesprochenen Zielgruppe finden", so Jamba-Pressesprecher Tilo Bonow im pressetext-Interview. Die Neukunden von Jamba-Sim erhalten ein Paket mit drei Klingeltönen, zwei Handyspielen und fünf Hintergrundgrafiken plus der genannten Versicherung, die einen Selbstbehalt von 20 Euro bei Reparaturkosten bis 100 Euro beinhaltet. Bei größeren Schäden wird das Telefon dem Kunden durch ein neues ersetzt. Missbrauch dieser Handyversicherung könne man natürlich nie ganz ausschließen, aber es solle durchaus genau geprüft werden, wie der Schaden entstanden sei, so Bonow.

Zentral

Das Hauptgeschäft von Jamba, der Verkauf von Klingeltönen und mobilen Games, soll trotz der neuen Mobilfunkangebote auch in Zukunft im Mittelpunkt stehen. Im vergangenen Jahr war das Unternehmen für rund 273 Mrd. Dollar an den US-Konzern Verisign verkauft worden. Das Geschäft mit den Handy-Tarifen in Deutschland wird jedenfalls kein leichtes sein, wenngleich sich Jamba-Vertreter äußerst zuversichtlich zeigen. Auch andere Unternehmen drängen auf den Markt. Der Musiksender Viva ist ebenfalls bereits über E-Plus ins Mobilfunkgeschäft eingestiegen und in den kommenden Wochen sollen Discountketten wie Aldi und Lidl folgen. (pte)

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Jamba

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