Die neuen Eigentümer des Berliner Verlags

4. November 2005, 16:27
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Amerikanisch-britische Investorengruppe

Der Berliner Verlag mit seinem Flaggschiff "Berliner Zeitung" ist von einer Investorengruppe um den Briten David Montgomery übernommen worden. Montgomery ist ein in der britischen Medienbranche bekannter Name. Er profilierte sich in den 90er Jahren als Chef der Mirror-Zeitungsgruppe ("Daily Mirror"). 1992 übernahm er die Leitung des Pressehauses, nachdem Pressezar Robert Maxwell 1991 ertrunken war.

Der aus Nordirland stammende Montgomery trug wesentlich dazu bei, das abgewirtschaftete Unternehmen zu modernisieren. Nach einem offenen Streit mit dem Verwaltungsrat im Zusammenhang mit Übernahmeverhandlungen trat er Anfang 1999 als Chief Executive zurück.

Nach seinem Abtritt setzte Montgomery auf eine neue Karriere als Medienbesitzer. Als Investor bot er laut "Guardian" gemeinsam mit der Finanzfirma 3i für nordirische Zeitungstitel. Die Anteile habe er in diesem Jahr mit Gewinn verkauft. Auch im Bildungsfernsehen für Schulen wurde er mit 3i aktiv. Er leitet die Investmentfirma Mecom.

Die amerikanische Investmentgesellschaft Veronis Suhler Stevenson (VSS) gilt als einer der weltweit größten Medienfonds und engagiert sich vor allem in Unternehmen der Kommunikationsbranche in Europa und den USA. Seit 1987 hat VSS mehr als zwei Mrd. US-Dollar (1,67 Mrd. Euro) in Private-Equity-Fonds investiert, die ausschließlich in der Medien- und IT-Branche tätig sind. (APA)

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