Das iTunes-Handy floppt

19. Dezember 2005, 13:45
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Motorolas iPod-Handy ROKR verkauft sich nur mäßig - Analysten melden enttäuschte Kunden

Dass Erfolg auch Schattenseiten mit sich bringt, muss nun auch der Computerkonzern Apple erkennen. Nach den Problemen mit dem iPod nano - der WebStandard berichtete - erweist sich nun auch das Gemeinschaftsprojekt mit Motorola, das iTunes-Handy Motorola "Rokr" als Flop.

Mäßige Absätze

Apple hat dabei auch mit der Konkurrenz eigener Produkte zu kämpfen: So wurden der iPod nano und das Motorola ROKR von Apple-Chef Steve Jobs am 7. September in San Francisco erstmals präsentiert. Während sich der iPod nano rund eine Million Mal verkaufte, gingen gerade mal 250.000 Motorola iTunes-Handys über die Theke. Eine Zahl die bei beiden beteiligten Unternehmen nicht gerade für Hochgefühle sorgt.

Falsche Erwartungen

Der Motorola-Chef Ed Zander hatte Ende September auf die Frage, dass viele Musikliebhaber statt seines Handy-Walkmans lieber Apples iPod nano kauften, gemeint: "Was kann der denn? Wer will schon tausend Songs hören?" Diese Aussage dürfte die falschen Erwartungen des Herstellers wohl am besten treffen.

Große Enttäuschung

In vielen US-Medienberichten wird American Technology Research-Analyst Albert Lin zitiert, der meinte, dass viele AnwenderInnen das Rokr nach kurzer Zeit enttäuscht zurückgeben. Lin meinte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die Umtauschrate sechsmal höher als bei anderen Handys sei. Der Analyst berief sich bei seinen Angaben auf Gespräche mit Händlern, Vertriebsleuten und Mitarbeitern des US-Netzbetreibers Cingular Wireless.

Kein Vergleich

Das Motorola "Rokr" mit dem iPod nano zu vergleichen, fällt schwer: Während Motorolas Telefon etwa 100 Lieder fassen kann, passen auf den iPod gute tausend Musikstücke. Auch das iPod-Clickwheel ist nicht integriert worden - ein großer Fehler wie Fachleute meinen. Ein wesentlicher Faktor für den Apple-Erfolg waren und sind Design-Aspekte. Auch dies wurde nicht eingehalten. Anstelle eines neuen innovativen Design setzt das iTunes-Handy auf dem Motorola E398 auf. Auch die Software scheint den Anforderungen nicht immer gewachsen, so die Meldungen. Zudem unterstützt Apple das Handy nicht so sehr, wie sich dies Motorola erhoffen konnte.(red)

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