Unruhen bei Bukarester Derby

2. November 2005, 15:55
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Rapid und Steaua müssen zwei Spiele vor leeren Tribünen absolvieren; Referee für einige Spiele aus Verkehr gezogen

Bukarest - Nicht nur das Wiener Lokalduell, sondern auch das Bukarester Derby Rapid gegen Steaua ist am Wochenende von Zuschauer-Krawallen begleitet worden. Während der "Fall im Horr-Stadion" auf 31. Oktober verschoben wurde, sprachen die rumänischen Fußball-Richter schon am Montag ihre Urteile. Demnach müssen die zwei Vereine ihre nächsten zwei Heimspiele vor leeren Tribünen bestreiten.

Außerdem wurden die Klubs, deren Anhänger zu den gefürchtetsten im Land zählen, von der Profi-Liga (LPF) wegen schlechten Benehmens ihrer so genannten Fans mit einer Geldstrafe von je 2.600 Euro belegt. Aber auch der Referee kam nicht ungeschoren davon. "Alexandru Tudor hatte das Match nicht unter Kontrolle, er wird daher in der ersten Liga ein paar Partien pausieren", kündigte Ion Craciunescu, der Chef der nationalen Schiedsrichter-Kommission (CCA) an.

Was war passiert? Die Emotionen schwappten am Sonntag über, nachdem Referee Alexandru Tudor nach etwas mehr als einer halben Stunde Steaua-Mittelfeldspieler Banel Nicolota wegen Fouls ausgeschlossen hatte. Die Folge war, dass der Rasen mit herausgerissenen Sitzen, Münzen, Mobiltelefonen, Steinen und Leuchtraketen beworfen wurde. Auch nach der Pause musste Tudor das Spiel unterbrechen, er ließ 13 Minuten nachspielen.

Zum Sportlichen: Das Derby endete torlos, Titelverteidiger Steaua verlor dadurch die Tabellenführung an Dinamo Bukarest. Der Vize gab sich am Wochenende keine Blöße, holte auswärts gegen Sportul Studentesc problemlos mit 2:0 drei Punkte. Rapid scheint nach der zehnten Runde mit neun Punkten Rückstand auf Dinamo als Tabellensiebenter im Mittelfeld auf. (APA/Reuters)

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