Zweite Generation oberösterreichischer Waldrappe in Italien gelandet

2. November 2005, 12:37
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Trafen dort ihre Artgenossen aus Scharnstein wieder - Müssen wegen Vogelgrippe-Gefahr vorerst in Voliere bleiben

Linz - Sieben junge Waldrappe aus Oberösterreich sind - begleitet von einem Leichtflugzeug - sicher in ihrem Winterquartier in Italien gelandet. Die Vögel, die von Zoologen wieder zu Zugvögeln "ausgebildet" werden sollen, trafen in der Toskana auf jene Artgenossen, die bereits im Vorjahr auf die gleiche Weise nach Süden gereist waren. Wegen der Vogelgrippe-Gefahr müssen die Waldrappe aber vorerst einige Wochen in der Voliere verbringen, hieß es am Dienstag in einer Presseaussendung.

Die Waldrappe sind Teil eines zoologischen Forschungsprojektes. Bereits im Vorjahr starteten die ersten Vögel, die in österreichischen Tierparks geboren und von oberösterreichischen Forschern aufgezogen worden waren, zu ihrer großen Reise. Begleitet von einem Filmteam folgten sie ihren menschlichen "Zieheltern", die in einem Leichtflugzeug saßen, nach Italien. Im August dieses Jahres machten sich sieben weitere Artgenossen auf den Weg nach Süden. Ein neues Fluggerät, das an das Flugverhalten der Vögel besser angepasst war, ermöglichte längere Tagesetappen und eine kürzere Reisedauer.

Drei Wochen nach ihrem Start in Scharnstein (Bezirk Gmunden) landeten die Waldrappe in ihrem Winterquartier in Italien, teilte der Projekteiter des "Waldrapp-Teams", Johannes Fritz mit. Dort trafen die Neuankömmlinge - als "krönende Zugabe" für die Zoologen - auf alle sieben Artgenossen des Vorjahres. Nach zwei Wochen Eingewöhnungszeit in einer Voliere bildeten die Vögel beider Generationen bereits eine Gruppe.

Vorsicht wegen Vogelgrippe

Die Laguna di Orbetello ist eines der großen europäischen Überwinterungsgebiete für Zugvögel. Daher seien besondere Vorsichtsmaßnahmen im Bezug auf die Vogelgrippe notwendig, so Fritz. Zu ihrem eigenen Schutz seien die Vögel in Volieren untergebracht worden, wo sie vorerst bis Mitte Dezember bleiben müssten. Dies sei aber eine "freiwillige Vorsichtsmaßnahme" und gefährde in keiner Weise die Fortführung des Projektes, betonte Fritz. (APA)

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    In Begleitung eines Leichtflugzeugs haben oberösterreichs Waldrappe ihr Winterquartier in Italien gefunden.

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