Bush: "Militärische Option nur allerletzte Wahl"

3. November 2005, 10:53
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Konflikt USA-Syrien: US-Präsident verlangt Strafmaßnahmen der UNO

Washington/Dubai - Im Konflikt mit Syrien, dessen Führung in einem UNO-Untersuchungsbericht Verwicklung in den Mordanschlag auf den ehemaligen libanesischen Regierungschef Rafik Hariri zur Last gelegt wird, will US-Präsident George W. Bush der Diplomatie eine Chance geben. Eine militärische Option wäre nur die allerletzte Wahl, sagte er in einem am Dienstag von dem Fernsehsender Al-Arabiya ausgestrahlten Interview. Er hoffe, dass Syrien mit den Vereinten Nationen kooperieren werde, sagte Bush.

Bush: Damaskus destabilisiert Libanon

US-Präsident George W. Bush hat Strafmaßnahmen der Vereinten Nationen gegen Syrien gefordert. Syrien und dessen Führung müssten wegen ihrer Verwicklung in den Mord am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri zur Verantwortung gezogen werden, sagte Bush am Dienstag bei einer Rede vor Offiziersfrauen in Washington.

Bush warf Syrien weiters vor, das Nachbarland Libanon zu destabilisieren, Terroristen die Durchreise in den Irak zu gestatten und palästinensischen Terrorgruppen ein sicheres Rückzugsgebiet zu gewähren.

Der UNO-Sicherheitsrat wird sich am Dienstag in New York mit dem Bericht des deutschen Chefermittlers Detlev Mehlis zum Hariri-Mord befassen. Für kommenden Montag wurde eine Sicherheitsratssitzung auf Ebene der Außenminister angekündigt. (APA/Reuters)

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