Texas Instruments enttäuscht mit Umsatzausblick

7. November 2005, 13:36
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Im dritten Quartal stieg der Gewinn zwar um zwölf Prozent, die aktuellen Lagerbestände drücken allerdings auf die Erwartungen

New York - Der weltgrößte Hersteller von Handy-Chips, Texas Instruments (TI), hat seinen Gewinn im dritten Quartal im Rahmen der Erwartungen gesteigert, die Anleger aber offenbar mit seinem Umsatzausblick enttäuscht.

Wegen der Verkäufe im abgelaufenen Drei-Monats-Zeitraum befänden sich die Lagerbestände derzeit unter dem gewünschten Niveau, erklärte TI-Finanzchef Kevin March am Montag.

Dies könne sich problematisch auswirken, falls es im laufenden vierten Quartal einen Nachfrageschub gäbe. Für das Schlussquartal prognostizierte TI Umsätze von 3,425 bis 3,715 Mrd. Dollar (2,87 bis 3,11 Mrd. Euro). Analysten hatten hier bisher im Schnitt mit 3,629 Mrd. gerechnet. Die Aktien des Unternehmens reagierten nachbörslich mit Abschlägen von vier Prozent auf 29,65 Dollar.

631 Millionen Dollar Gewinn

Das Niveau der Lagerbestände soll sich nach Firmenangaben binnen sechs bis acht Wochen wieder normalisieren. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Gewinn um zwölf Prozent auf 631 Mio. Dollar oder 38 Cent je Aktie nach 563 Mio. Dollar vor Jahresfrist, wie TI am Vorabend nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Umsatz zog um zehn Prozent an auf 3,59 Mrd. Dollar an. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 39 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 3,56 Mrd. Dollar gerechnet.

Beim Gewinn rechnet TI im vierten Quartal mit 36 bis 40 Cent je Aktie, wobei drei Cent je Aktie Sonderbelastungen für Aktienprogramme beinhaltet sind. Vor dieser Belastung rechneten Analysten zuletzt im Schnitt mit 40 Cent Gewinn je Aktie.

"Es war insgesamt ein gutes Quartal", sagte Legg Mason, Analyst bei Cody Acree. Die Endnachfrage erscheine robust. Es sei lediglich fraglich, ob TI alle Teile liefern könne, die benötigt würden. (APA/Reuters)

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