Bunter Ausländeranteil in Wien

25. Oktober 2005, 16:36
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Die größte MigrantInnengruppe stammt aus dem früheren Jugoslawien

"Herr im eigenen Haus bleiben" will FP-Chef Heinz-Christian Strache - und der Transport dieser und ähnlich scharfer Ausländerparolen hat ihm im Wiener Wahlkampf zu einem "Erfolg" von minus 5,3 Prozentpunkten verholfen. Mit "Wien darf nicht Istanbul werden" sollte auf jene rund 40.000 Türken angespielt werden, die in Wien die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe an Nicht-Österreichern stellen.

Die 74.370 Einwohner aus Serbien und Montenegro, die den größten Ausländeranteil in Wien stellen, eigneten sich anscheinend nicht so gut für griffige Sprüche der Marke Strache.

Insgesamt stehen in Wien 293.356 Nicht-Österreicher einer Zahl von 1.333.084 Österreichern gegenüber, berechnet Gustav Lebhart, Bevölkerungsexperte der Statistik Austria. Den höchsten Ausländeranteil findet man im 15. Wiener Gemeindebezirk, Rudolfsheim-Fünfhaus, mit 30,7 Prozent. Der Großteil der dort ansässigen Nicht-Österreicher kommt aus dem früheren Jugoslawien.

Eine große Gruppe bilden in Wien auch die Nachbarn aus Deutschland, die mit 6,2 Prozent fast ebenso viele Einwohner stellen wie Polen. Deren Anteil könnte in den kommenden Jahren von derzeit 18.258 Personen noch stark steigen, prognostiziert Lebhart im STANDARD-Gespräch. Ähnlich stark zunehmen werde nur die Gruppe jener Einwanderer aus der Russischen Föderation, die derzeit immerhin bereits durch 4366 Personen in Wien vertreten ist. (DER STANDARD, Printausgabe, kmo, 25./26. Oktober 2005)

  • In seiner Abschlussrede wetterte FP-Chef Strache noch einmal
gegen jene 293.356 Ausländer, die in Wien wohnen.
    foto: standard/fischer

    In seiner Abschlussrede wetterte FP-Chef Strache noch einmal gegen jene 293.356 Ausländer, die in Wien wohnen.

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