Ministerpräsident spricht sich für Feministinnen aus

9. Dezember 2005, 11:45
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Charmoffensive Perssons: "Kann mir nach Wahlen durchaus Zusammenarbeit vorstellen"

Stockholm - Der schwedische Ministerpräsident Göran Persson hat ein knappes Jahr vor den Wahlen zum schwedischen Reichstag (Parlament) eine Charmoffensive in Richtung der neu gegründeten Partei Feministische Initiative (FI) anklingen lassen. Persson sagte vergangene Woche laut schwedischer Nachrichtenagentur TT, er könne sich mit der FI - im Gegensatz zu der ebenfalls kandidieren wollenden, EU-skeptischen Juniliste - durchaus eine Zusammenarbeit nach den Wahlen im kommenden Jahr vorstellen.

"Ich strebe ein Mandat für eine sozialdemokratische Regierung an, aber wenn die Wahl vorbei ist, muss man bereit sein zusammenzuarbeiten", sagte Persson bei einem Besuch in der mittelschwedischen Stadt Örebro. Die FI habe "viele Forderungen, über die wir uns einigen könnten", so Persson in Richtung der um Ex-Linkspartei-Chefin Gudrun Schyman gescharten feministischen Partei.

Derzeit regiert Persson mit einem sozialdemokratischen Minderheitskabinett. Er wird dabei von den Grünen und der Linkspartei im Parlament unterstützt. In den vergangenen Monaten ergaben Umfragen starke Werte für die bürgerlichen Oppositionsparteien. Die beiden neu gegründeten Parteien FI und Juniliste hätten derzeit - ebenfalls Umfragen zufolge - realistische Chancen, ins Parlament gewählt zu werden. (APA)

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