Die rechten Parteien appellieren nicht an die Vernunft, sie bieten keine durchdachten politischen Lösungen, sie ignorieren die in diesem Wahlkampf so gehypten „Softthemen“ fast völlig. Die FPÖ hat ungeniert auf eine der ältesten menschlichen Emotionen gesetzt: die Angst. Und HC Straches Wähler haben Angst, sie fürchten um ihren Job, ihre Gesundheit, ihre Sicherheit, um die Bildung ihrer Kinder, um ihre Sprache. Wer sich fürchtet, sucht Schuldige. Wer Schuldige sucht, findet sich oft in "den Ausländern". Der daraus entstehende Rassismus ist, brutal gesagt, eine Abwehrreaktion.
Natürlich kann man Menschen erklären, dass sie einer Illusion erliegen, dass Angst und Ausländerfeindlichkeit nicht die adäquate Reaktion sind, dass in Wahrheit alles in bester Ordnung ist. Emotionen lassen sich mit rationalen Argumenten aber nur schwer besiegen. Wer Angst hat, der will, dass man ihm Hilfe anbietet – egal welche. Er will keine Stimmen, die ihn beruhigen, er will Problemlösung. HC Strache hat Lösungsvorschläge geboten. Als einzige Partei hat sich die FPÖ auf das Ausländerthema gestürzt – in ihrer gewohnt menschenverachtenden Art.
Die anderen Parteien haben Strache im Bereich der Integrationspolitik völlig kampflos das Feld überlassen. Tatsache ist: Es gibt ein Problem mit der Integration, auch im roten Wien. Gerade im Bildungsbereich manifestiert sich eine immer tiefere Kluft, die eine sprachlich und beruflich benachteiligte Generation von Ausländern ohne Zukunft generiert. Gerade bei Jugendlichen zweiter und dritter Generation zeigt sich, dass die Kenntnisse der deutschen Sprache sich eher verschlechtern als verbessern. Die Wiener Stadtregierung hat in den vergangenen Monaten und Jahren einige sinnvolle und zukunftsträchtige Aktionen im Bereich Integrationspolitik gesetzt. Aber es fällt der SPÖ immer noch schwer, über ihren Schatten zu springen und offen anzuerkennen, dass es ein Problem gibt, das gelöst werden muss. Es wäre beschämend, wenn sich die linken und bürgerlichen Parteien von der FPÖ die Art des Umgangs mit dem Ausländerthema vorgeben lassen würden. Mit einem schlichten Ignorieren des Problems wird es aber trotzdem nicht getan sein.
Aktive Integrationspolitik, die keine Feindbilder schürt, aber auch keine Beschwichtigungsdogmatik verwendet, wo Veränderungen nötig wären, ist die beste Rassismus-Prophylaxe. Nehmt ihnen ihre Angst, und ihr nehmt der FPÖ ihre Macht.
FPÖ und BZÖ werden wieder zu dem, was sie eigentlich ohnehin immer waren: Einer einheitlichen Rechtspartei
Die Sozialdemokratie hat sich selbst verloren - dass die Wähler auf den Fuß folgen, kann man ihnen nicht vorwerfen
Zuerst kam die Skepsis, dann kam die Krise: Österreichs Politik ist die Mindestsicherung kein Herzensanliegen
tatsaechlich gibt es probleme, mit oesterreichischen Staatsbuergern (wenigstens einer der Mieter muss Staatsbuerger sein), welche die Hausordnung nicht beachten.
Man kann solche Konflikte auch ohne Rassismus und Hetze loesen und die Gemeinde Wien bemueht sich darum.
Wenn junge Menschen einen HCS waehlen, dann ist das traurig und zeigt, dass Eltern und Schule versagt haben.
Es macht aber keinen Sinn, die tatsaechlichen Konflikte zu leugnen oder so zu tun, als ob es sie nicht geben wuerde.
und angst sind zwei verschiedene dinge. ängste gibt es überall, aber nicht überall äußern sie sich in rassismus. integrationspolitik kann noch so gut betrieben werden, und trotzdem gibt es rassismus. ich gebe Ihnen recht, dass ängste abgebaut werden müssen. aber dafür reicht es nicht, integrationspolitik zu betreiben. und ich gebe ihnen recht, dass rassismus bekämpft werden muss. aber dafür reicht es nicht, ängste zu nehmen.
..ich bin mir ebenfalls nicht sicher, ob es wirklich nur die Angst ist, die es zu bekämpfen gehört. Vielmehr vermute ich dahinter doch ein gehöriges Maß an Unzufriedenheit und Unmut mit den bestehenden Problemen im Rahmen der Integration. Was aber sicherlich auch dahintersteckt sind Bequemlichkeit, Unwissenheit, Intoleranz, Neid, Egoismus, Haß und nicht zuletzt auch Dummheit. Alles Eigenschaften, gegen die man schwer ankommt.
Die Tendenz dieses Kommentares ist klar: Entschuldigungen finden, fuer diejenigen die eine menschenverachtende Partei gewaehlt haben.
Diesen Menschen wird attestiert, dass sie Angst gehabt haetten. Wer die typischen FPOE waehler kennt, weiss, dass es nicht die Angst ist, die sie auslaenderfeindlich abstimmen laesst, sondern ihre abgrundtiefe Dummheit und ihrer haesslicher Charakter. Aber auch das laesst sich wahrscheinlich entschuldigen.
99,999 pro,mille oder was auch immer, sind Programiert, wie diese idiootenkraksen.
Einmal in meinem Leben möchte ich eine Antwort bekommen, die aus denn LEBENSERFAHRUNGEN eines LEBEWESEN stammen.
Mit besten grüssen vom Druiden aus Wien
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es Probleme an manchen Volkschulen gibt. Wenn 2/3 Migranten in der Klasse sind, dann geht die Energie der Lehrer zuerst in die sprachliche Ausbildung der Migrantenkinder. Die Zeit für die österreichischen Kinder fehlt dann. Unser Sohn ist jetzt in einer Privatschule. Die sind jetzt schon viel weiter. Also ich verstehe Leute, die deswegen sauer sind, vorallem wenn sie es sich nicht leisten können. Wenn HCSt dann eine Lösung anbietet, die ich ablehne, dann ist das verständlich. Ich bin kein Migrantenfeind, jedoch es gibt Probleme mit der Integration. Die SPÖ, die ich gewählt habe, sollte sich da was überlegen. Und ihre Meldung ist meiner Meinung nach linke Arrganz.
Wo kriegt man die notwendigen zusätzlichen Inländerkinder her, um die betroffenen Volksschulklassen so anzufüllen, daß der Ausländernanteil auf 25% sinkt, wenn er höher war?
Alternativen: Die ausländischen Volksschulkinder quer durch Wien in andere Schulen schicken? Oder gar nicht in die Schule gehen lassen?
Nein - es gibt sie schon die Probleme. Und man sollte schon auch zumindest hinhören wenn das "gemeine Volk" Ängste hat. Das nun einfach als Fratze vom Tisch zu wischen bringt nur etwas fürs eigene Ego. (Hier ich der Intellektuelle, dort der Pöbel der wiedermal nichts kapiert).
Ihre Ausdrucksweise und Argumentation hier scheint mir noch eine Schublade unter der der Sprache-Leute zu sein. Und diese dogmatisch-starre Art welche in Ihrem Posting exemplarisch zum Ausdruck kommt, jede Diskussion darüber, dass es in diesem Bereich Probleme geben könnte abzuwürgen trägt meines Erachtens mindestens soviel zur Verschlechterung des Klimas bei wie die primitive Strache-Kampagne.
...für ein Blödsinn sein?
Einerseits erwähnen, daß die Stadtregierung gute Aktionen und Lösungsmöglichkeiten ausgearbeitet hat und andererseits anmerken, daß man den "Rechten" nicht die Art des Umgangs überlassen soll?
Ist damit gemeint, daß die SPÖ populistisch dieses Thema aufbereiten soll um "Stimmen zu gewinnen"? Und ist damit gemeint, daß "gross-die-*****-aufreissen" besser ist als einfach still und leise an Lösungen zu arbeiten?
Sehr seltsamer Kommentar...
ist häupls zugang zu allem.
er hat einen guten und gezielten zug zur macht - und weiss, dass er die mehrheit bekommt, solange die strassenbahn fährt und der mist abgeholt wird. dort ist sein thema und das lässt er auch auf seinen luftballons plakatieren, vereinfacht: "eh alles paletti, oder?", der rest ist ihm doch völlig blunzen - jede echte überlegung zu unbestreitbar vorhandenen themen stört nur seine kreise.
Mehr solcher Schwachsinn, dann ändert sich bestimmt nichts.
Wie wäre es denn mit Unmut oder so? Vor allem, wie wäre es damit, dass man an die Ursache geht? Wer hier her kommt wird sich anpassen müssen, oder weiterhin Unmut erregen. Das kann man dann wieder als Angst bezeichnen.
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