VW-Affäre: Personalmanager vermittelte 15 Jahre lang Prostituierte an Betriebsräte

7. November 2005, 14:43
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Kosten über Spesenkonto abgerechnet - Fahnder: "Wirtschaftskrimi mit hohem Sexfaktor"

München/Wolfsburg - Der ehemalige VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer behauptet dem Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge, 15 Jahre lang Prostituierte an Betriebsratsmitglieder vermittelt zu haben. Das gehe aus dem Protokoll der Vernehmung Gebauers durch die Staatsanwaltschaft Braunschweig hervor, schreibt das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Die Kosten seien über ein Spesenkonto abgerechnet worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in der VW-Affäre um Korruption und Sexpartys auf Unternehmenskosten.

In seinen Aussagen habe Gebauer vor allem den früheren Gesamtbetriebsratschef Klaus Volkert belastet, schreibt das Magazin. Das Vernehmungsprotokoll lese sich wie ein "Wirtschaftskrimi mit hohem Sexfaktor". "Die Ermittlungen gehen jetzt erst richtig los", wird ein Fahnder zitiert.

Außerdem berichtet der "Focus", Audi-Betriebsratschef Xaver Meier, gegen den im Zusammenhang mit der VW-Affäre ermittelt wird, wolle in den kommenden Tagen zurücktreten. Zuvor hatte es geheißen, Meier werde im nächsten Jahr nicht mehr für den Posten kandidieren. Er habe "rein persönliche, biografische Umstände" für diese Entscheidung angeführt und erklärt, sie stehe in keinem Zusammenhang mit den Ermittlungen, hatte Audi mitgeteilt. (APA)

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