"Als Arbeiter in einem Arbeiterbezirk weiß man, wo man hingehört"

23. Oktober 2005, 15:33
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Die Nachbarin des Wiener Grünen Agbogbe findet Grün zwar ok...

"Wiener Mut für gleiche Rechte für alle BewohnerInnen Wiens". Einige der Folder, die den Wahlslogan der Grünen unters Volk bringen sollen, machen sich selbssständig, als Damien Agbogbe versucht, seine Wagentür zu schließen. Zwar ist der Wahlkampf abgeschlossen, die eine oder andere Gelegenheit nutzt der Kandidat der Grünen Agbogbe aber noch "für interessante Gespräche über Politik."

Zum Beispiel mit der Nachbarin, die neugierig aus dem Fenster im Erdgeschoss schaut. Allerdings mit wenig Erfolg, die Grünen finde sie zwar ok, ihre Wahl aber hat sie bereits getroffen: "Als Arbeiter in einem Arbeiterbezirk weiß man, wo man hingehört", erklärt sie. Sie seien vier Leute im Haushalt und alle würden SPÖ wählen. Ob sie sich dessen sicher sei? "Nun ja, wir die zwei Älteren wissen, wo wir hingehören. Bei den Jungen weiß man natürlich nicht, wo sie hingehen", gesteht sie ein.

Agbogbe versucht noch einmal, zumindest noch eine oder auch zwei Stimmen für seine Partei zu lukrieren: "Aber wenn Ihr vier seid, dann könnt Ihr doch die Stimmen aufteilen", was ihr allerdings nur ein freundliches Lächeln entlockt.

Im Rennen um Platz Zwei gibt sie der ÖVP bessere Chancen: "Ich glaube nicht, dass die Grünen so viel gewinnen."

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    foto: derstandard.at/fercher
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