Wachstumsmotor Videospiele

31. Oktober 2005, 11:17
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PwC erwartet starkes Wachstum der Unterhaltungsindustrie - Printmedien, Fernsehen und Hörfunk als Verlierer

Nach der Krise um die Jahrtausendwende stehe die Medien- und Unterhaltungsbranche wieder auf solidem Boden, analysiert das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) in seiner Studie "Global Entertainment and Media Outlook 2005-2009". Insgesamt prophezeien die Experten der Branche ein jährliches Wachstum von 4,1 Prozent. Größter Gewinner werden Videogames mit einem durchschnittlichen Wachstum von 17 Prozent sein. Die Verlierer der Medien- und Unterhaltungsbranche werden laut PwC-Studie bis 2009 Fernsehen, Radio und Printmedien sein.

Schätzung

Auf Grund des allgemein schwachen Wachstums der nächsten Jahre wird der Anteil der Werbeeinnahmen am Umsatz in den kommenden fünf Jahren kontinuierlich zurückgehen. Die Ausgaben der Verbraucher werden hingegen steigen. Bis 2009 werden daher die Sparten der Medien- und Unterhaltungsbranche am stärksten wachsen, die weniger auf Werbeeinnahmen angewiesen sind. Unter den Gewinnern werden Videospiele, Internet, Sport und Musik sein. Das Internet wird bis 2009 durchschnittlich elf Prozent pro Jahr wachsen, die Umsätze werden vor allem durch die leistungsfähigeren und schnelleren Verbindungen und durch neue Werbemöglichkeiten wachsen.

Verlierer

Zu den Verlierern der Medienbranche werden laut PwC-Studie Printmedien, Fernsehen und Hörfunk zählen. Das TV werde zwar seine Position als umsatzstärkstes Medium verteidigen, müsse sich aber nach neuen Einnahmequellen umsehen. Die Medien- und Unterhaltungsindustrie werde bis 2009 neue Umsatzquellen und Vertriebsmöglichkeiten testen und erschließen, prophezeit die Studie. Ein starker Impuls werden vor allem die Möglichkeiten zum Download auf Handys sein. Dank der weltweit steigenden Zahl der Anschlüsse wird Internet nach Videospielen der am stärksten wachsende Sektor sein. (pte)

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