BZÖ: Ergebnis für Schimanek "fast egal"

23. Oktober 2005, 17:10
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Haider lobt Wiener Parteikollegen und will bei der Nationalratswahl 2006 durchstarten

Wien - Mit Unterstützung des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (B) haben die Spitzenrepräsentanten des Wiener BZÖ am Freitagabend versucht, einander Mut für die Gemeinderatswahl am 23. Oktober zuzusprechen. "Es ist fast egal, wie diese Wahl ausgeht. Ich habe so viele Erlebnisse in diesem Wahlkampf gehabt, die werden auch in Zukunft für mich ausreichen", sagte Spitzenkandidat Hans-Jörg Schimanek beim Wahlkampfabschluss.

Vor knapp 200 Zuhörern in einer ehemaligen Chemiefabrik in Floridsdorf betonte Schimanek, dass er sich nach der Absage von Ex-FPÖ-Obmann Peter Westenthaler keineswegs als Notnagel sehe. "Ich bin schon ein bisschen überwutzelt, aber das macht nichts. Wir haben noch genug Kraft, um den Roten in Wien das Fürchten zu lehren."

Nicht aus der Ruhe bringen lassen wollte sich Landeschef Günther Barnet: "Wir werden am Sonntag ein sehr positives Ergebnis einfahren, über das sich viele noch wundern werden." Von den Vorhersagen der Meinungsforscher, die ein klares Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde erwarten, gab er sich unbeeindruckt. "Wir liegen bei drei Prozent, bei einer Schwankungsbreite von drei Prozent", so Barnet. Auch sechs Prozent Stimmanteil seien also möglich. Es seien lediglich die "gekauften Medien", die dies nichts wahrhaben wollten.

"Ein fairer Wahlkampf"

Haider zeigte sich besonders sanftmütig. "Es war ein fairer Wahlkampf", lobte er das Wiener BZÖ: "Wir sind der Verlockung nicht erlegen, über die Grenze des Zumutbaren hinauszugehen, sondern haben Würde und Anstand respektiert und nicht andere niedergemacht, weil sie anderer Meinung sind." Hohe Ziele wollte er sich nicht stecken: "Wie immer das Ergebnis sein wird, es war eine Herausforderung, die sich gelohnt hat." Das große Ziel sei aber, bei der Nationalratswahl 2006 durchzustarten.

Klubobmann Herbert Scheibner versuchte, auch einem potenziellen Scheitern am Sonntag etwas Positives abzugewinnen: "Unabhängig von diesem Wahlergebnis ist es notwendig, dass wir dieses Projekt weiterführen. Es braucht in Österreich eine konstruktive Kraft, die nicht links ist." Und: "In Wahrheit beginnt am Montag bereits die Wahlbewegung für die Nationalratswahl. Wir sitzen letztlich am längeren Ast." (APA)

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    "Es ist fast egal, wie diese Wahl ausgeht. Ich habe so viele Erlebnisse in diesem Wahlkampf gehabt, die werden auch in Zukunft für mich ausreichen", sagte Spitzenkandidat Hans-Jörg Schimanek. Und: "Ich bin schon ein bisschen überwutzelt, aber das macht nichts. Wir haben noch genug Kraft, um den Roten in Wien das Fürchten zu lehren."

  • Haider zeigte sich sanftmütig. "Es war ein fairer
Wahlkampf", lobte er das Wiener BZÖ: "Wir sind der Verlockung nicht
erlegen, über die Grenze des Zumutbaren hinauszugehen, sondern haben
Würde und Anstand respektiert und nicht andere niedergemacht, weil
sie anderer Meinung sind."

    Haider zeigte sich sanftmütig. "Es war ein fairer Wahlkampf", lobte er das Wiener BZÖ: "Wir sind der Verlockung nicht erlegen, über die Grenze des Zumutbaren hinauszugehen, sondern haben Würde und Anstand respektiert und nicht andere niedergemacht, weil sie anderer Meinung sind."

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