Städtische versichert bald auch in Russland

7. November 2005, 17:59
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Der Versicherungskonzern will in Russland mit einem lokalen Partner ein Lebensversicherungsunternehmen auf die Füße stellen

Wien - Die Wiener Städtische steigt als erster österreichischer Versicherer in den russischen Markt ein. Gemeinsam mit der MSK (Moskovskaja strachovaja / Moskauer Versicherung) wird ein Lebensversicherungsunternehmen in Russland gegründet, teilte die Städtische am Freitag mit. Die neue Lebensversicherung wird zu 25 Prozent der Wiener Städtischen gehören, 75 Prozent werden von der MSK gehalten, einem großen russischen Sachversicherer.

Eigentümer der MSK sind zu 51 Prozent die Stadt Moskau und zu 49 Prozent die Moskauer Bank, die zu den fünf größten russischen Bankinstituten gehört und mit ihren Filialen in ganz Russland vertreten ist.

135 Standorte zur Verfügung

Der Verkauf der Produkte soll über die Vertriebsnetze der MSK sowie der Moskauer Bank erfolgen. Damit stehen mehr als 135 Standorte in ganz Russland zur Verfügung. Die Wiener Städtische werde ihr Know-how im Lebensversicherungsbereich insbesondere bei der Gestaltung der Versicherungsprodukte und dem Vertrieb über den Bankschalter in dieses neue Unternehmen einbringen, sagte Städtische-General Günter Geyer.

Die Wiener Städtische ist nach dem deutschen Allianz-Konzern (Marktanteil 11,4 Prozent) mit einem Marktanteil von 9,1 Prozent die zweitgrößte ausländische Versicherung in Zentral- und Osteuropa. Hinter der Städtischen liegen die KBC und Generali mit jeweils 4,5 Prozent, die ING mit 4,4 Prozent. Ziel der Städtischen ist es, im Zuge ihrer Ostexpansion in ihren Zielmärkten zu den fünf größten Versicherungen des jeweiligen Landes zu zählen. Zukaufen will die Versicherung in der Ukraine und in Weißrussland. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22./23.10.2005)

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