Ein anderes "Universum"

29. November 2005, 15:58
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Wer einen spannenden Blick in die große, weite Welt riskieren will, ist mit den wunderbaren "Geo-Reportagen" bestens bedient

Immer wenn sich televisionär wieder einmal das gähnende Nichts auftut, wenn sich angesichts "Millionenshow", "Klingendes Österreich" und "Der große Partnerschaftstest" blankes Entsetzen breit macht, empfiehlt sich die Flucht zu Arte. Wer den Samstagabend gerne ohne Südtiroler Spitzbuam und Vicky Leandros verbringen möchte, wem die ewigen "Universum"-Viecherln schon zu langweilig geworden sind, und wer trotzdem einen spannenden Blick in die große, weite Welt riskieren will, ist mit den wunderbaren "Geo-Reportagen" bestens bedient.

In die entlegensten Winkel zieht es die Reporter Woche für Woche um 21.30 Uhr mit ungewöhnlichem Blickwinkel. Sie berichten zum Beispiel über das Leben in und um den philippinischen Manila-Express oder vom schwimmenden Krankenhaus mitten im brasilianischen Dschungel oder über Sonderlinge in aller Welt auf der Suche nach herabgefallenen Meteoriten.

Diesmal macht das "Geo"-Team Halt in Feuerland: Am südlichsten Zipfel Südamerikas, zwischen Atlantik und Pazifik. Dass es sich dabei um einen der aufregendsten Flecken der Erde handelt, ist spätestens seit Bruce Chatwins epochalem Reisebericht "In Patagonien" festgehalten.

Ähnlicher Meinung dürften Patricia Soto und Rodrigo Fica sein: Das chilenische Ehepaar hat sich vorgenommen, den Monte Sarmiento im Süden Chiles zu besteigen, der als einer der am schwierigsten zu erklimmenden Berge gilt. Unter diesen Voraussetzungen ist gute Unterhaltung garantiert. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 22:723.10.2005)

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