Baseball: Es geht um Geschichte

23. Oktober 2005, 13:49
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World Series: Die defensiv orientierten Teams White Sox und Astros machten lange Durststrecken durch - Chicago mit Heimvorteil

Chicago - Im vergangenen Jahr haben sich die Boston Red Sox nach 86 Jahren Durststrecke wieder zum US-Baseball-Meister gekürt, 2005 können die Chicago White Sox und die Houston Astros in der 101. Auflage der World Series ab Samstag Geschichte schreiben. Gar seit 1917 - und damit um zwei Jahre länger als die Roten aus Boston - warten die weißen "Socken" aus Chicago auf einen MLB-Titel, die Astros haben ihn noch nie gewonnen und stehen überhaupt zum ersten Mal in der Finalserie.

Beide Teams glänzen weder durch große Namen noch durch große Erfolge in den vergangenen Jahren, dafür umso mehr durch harte Arbeit, gute Defense und hervorragende Starting-Pitcher. "Dieses Team ist erfolgreich, weil es die kleinen Dinge macht, die es zum Gewinnen braucht", sagte White-Sox-Schlagmann Carl Everett, nachdem sein Team in den laufenden Playoffs erst eines von acht Spielen verloren hat.

Erst schalteten die White Sox in der American League (AL) im Duell zweier absoluter Traditionsklubs den Titelverteidiger aus Boston mit 3:0 aus, im Anschluss mussten die Los Angeles Angels (hatten zuvor Rekordmeister New York Yankees eliminiert) mit 1:4 daran glauben. In der National League (NL) setzten sich die Astros gegen die Atlanta Braves (3:1) und den unterlegenen Vorjahres-Finalisten St. Louis Cardinals (4:2) durch.

Die White Sox sind nicht zuletzt auf Grund des Heimvorteils - das erste Spiel der "best-of-seven"-Serie steigt in der Nacht von Samstag auf Sonntag (1:30 Uhr/live Premiere) in Chicago - leichter Favorit. Bei den hervorragenden Werfern und Verteidigungen beider Teams scheinen "High-Scoring-Games" auf alle Fälle unwahrscheinlich.(APA)

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