Wählerstromanalyse

25. Oktober 2005, 09:22
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Vorläufiges Endergebnis: SPÖ 49 (+2,1) Prozent, ÖVP 18,8 (+2,4), FPÖ 14,9 (-5,3), Grüne 14,7 (+2,3), KPÖ 1,5 (+0,9), BZÖ 1,2 - Mit Mandatsverteilung


Wählerstromanalyse

SPÖ hatte Probleme mit der Mobilisierung

Die Wiener SPÖ hat es am Sonntag nicht geschafft, ihre Anhänger voll zu mobilisieren. Jeder fünfte Wiener, der bei der Wahl 2001 sein Kreuzerl bei den Roten gemacht hatte, ist laut einer SORA-Wählerstromanalyse für den ORF diesmal zu Hause geblieben. Nennenswert an die Nichtwähler verloren haben auch Freiheitliche und Grüne.

SPÖ konnte nur zwei Drittel halten

Die SPÖ hat am Sonntag nur zwei Drittel ihrer Wähler des Jahres 2001 halten können. "Die vorhergesagte absolute Mehrheit war für die SPÖ ein Problem bei der Mobilisierung", so der trockene Kommentar von SORA dazu. 23.000 frühere Nichtwähler sind dafür diesmal zur SPÖ gekommen. Deutlich positiv ist die SPÖ im Wähleraustausch mit den Freiheitlichen. 27.000 frühere FPÖ-Wähler sind zu den Roten gewechselt, aber nur 7.000 von rot zu blau.

ÖVP

Die ÖVP darf sich über einen aus ihrer Sicht positiven Saldo mit der SPÖ freuen. 27.000 ehemalige SPÖ-Wähler sind zur Volkspartei gewandert, den umgekehrten Weg haben 23.000 beschritten. An die Grünen hingegen hat die ÖVP mehr verloren als von ihnen gewonnen.

FPÖ

Die Freiheitlichen konnten diesmal nur jeden zweiten Wähler des Jahres 2001 wieder für sich begeistern. Je 7.000 Wähler haben sie von SPÖ und ÖVP geholt, dazu kamen 12.000 frühere Nichtwähler. Dafür gingen 27.000 zur SPÖ und 12.000 zur ÖVP, 19 Prozent der FPÖ-Wähler des Jahres 2001 sind zu Hause geblieben.

Grüne

Die Grünen dürfen sich über die höchste Behalterate freuen. Vier von fünf Wählern des Jahres 2001 haben ihnen die Treue gehalten. Umgekehrt ist aber jeder siebte frühere Grün-Wähler diesmal den Urnen fern geblieben. (APA)

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