ATV+ geht mit Spiegel TV auf Grund

12. Dezember 2005, 08:43
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Aufwändige Doku am Nationalfeiertag über Bergung eines US-Bombers aus dem Traunsee

Nicht einen Kratzer hat die Plexiglasverschalung des Cockpits vom Jagdbomber P47 abbekommen, und auch sonst ist die Maschine 60 Jahre nach ihrem Absturz in gutem Zustand. Vom Grund des Traunsees zieht sie Bergungsunternehmer Wolfgang Falch im Juni 2005 mit einem Kran hoch: Zu gleicher Zeit schwebt der Tiroler im siebten Himmel.

"Wir zeigen die Menschen, während sie arbeiten"

Seit März liefert "Spiegel TV" an ATV+ Montagsreportagen. Jetzt kommen Dokus dazu: Den Auftakt macht "Der Tiefe entrissen", die Geschichte und Hintergründe rund um die Bergung eines 1945 in den Traunsee gestürzten US-Bombers. Zu sehen am 26. Oktober, 21.15 Uhr. Donnerstag zeigten die Produzenten ATV+ und Spiegel TV den Film einer Journalistenrunde. "Deutlich von öffentlich-rechtlichen Filmen" wollen sich Spiegel-TV-Macher grundsätzlich absetzen, sagt Redaktionsleiter Jörg Hinners. Worin liegen denn da die Unterschiede? "Wir zeigen die Menschen, während sie arbeiten und nicht, wie sie darüber sprechen."

Kosten "im sechsstelligen Bereich"

Mit Spielszenen, Computersimulationen, Zeitzeugeninterviews – der Unglückspilot etwa überlebte – setzte das Team um Autor Siering die Ereignisse spannend in Szene. Der Film gehört zu den aufwändigen Spiegel-TV-Produkten, über die Kosten hält sich Hinner bedeckt: "Im sechsstelligen Bereich." Wie viel davon ATV+ beitrug, behält er lieber ganz für sich. Für die neue Spiegel TV-Doku für ATV+ geht Kay Siering ins Eis und spürt Geheimnissen im Gletscher nach. Ebenfalls im Entstehen ist eine Reportagereihe: "Rein ins Leben" begleitet nach dem BBC-Vorbild "Milleniumsbaby" Nachwuchs über lange Jahre hinweg beim Großwerden. (Doris Priesching/DER STANDARD, Printausgabe, 21.10.2005)

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