ÖVP sieht PISA-Haider als neuen SPÖ-Bildungsexperten

7. November 2005, 15:10
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Amon: Künftiges SPÖ-Nationalratsmandat gesichert

"Politische Motive" unterstellt ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon dem Österreich-Verantwortlichen für die PISA-Studie, Günter Haider, bei seiner Kritik am Schulpaket. Mit seinem Auftritt mit dem Salzburger Landesschulratspräsidenten Herbert Gimpl (S) habe er sich "augenscheinlich sein zukünftiges SPÖ-Mandat für den Nationalrat gesichert" so Amon in einer Aussendung am Donnerstag.

Vertrauen missbraucht

"Das Tragische" dabei sei, dass "Haider das Vertrauen von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und der Öffentlichkeit schwer missbraucht und mit seinen Aussagen dem Bildungssystem schwer geschadet hat", meinte Amon. Haider werde "nicht müde, unter dem Deckmantel eines Experten völlig unangebrachte politische Wertungen vorzunehmen, die jedoch jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren".

Jenseitig

"Jenseitig" nennt dies dagegen SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser. Die SPÖ höre "exzellenten Experten" wie Haider immer gerne zu und nehme deren Rat an, "ohne diese aber gleich politisch vereinnahmen zu müssen". Als Haider als Leiter der Zukunftskommission neben Gehrer gesessen sei, habe man dies auch getan. "Niemand hat damals behauptet, dass Haider ein 'Nationalrats-Ticket' der ÖVP in der Tasche hätte", so Niederwieser in einer Aussendung.

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