Bildungspolitische "Kommunikationsprobleme" zwischen BZÖ und ÖVP

7. März 2006, 17:37
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Orange bestehen auf Reformdialog - Schulpakete "nur erster kleiner Schritt"

"Kommunikationsprobleme" mit dem Koalitionspartner ortet BZÖ-Wissenschaftssprecherin Magda Bleckmann. Grund ist die Reserviertheit im Bildungsministerium gegenüber einem neuen Reformdialog zum Thema Bildung. Das BZÖ gehe davon aus, dass der Dialog nach der Wiener Wahl stattfinden werde, so Bleckmann in einer Aussendung.

Nicht aus Jux und Tollerei

In einem gemeinsamen Entschließungsantrag ist am Mittwoch im Nationalrat festgehalten worden, dass Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V)"...für die weitere Durchführung des Reformdialogs im Bereich Bildung und Wissenschaft unter Einbeziehung aller Parlamentsparteien, Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen inklusive den Schul- und Universitätspartnern Sorge tragen" solle. Im Ministerium steht man auf dem Standpunkt, dass damit kein neuer Reformdialog gemeint sei, sondern die Fortsetzung der ohnehin bereits laufenden "ständigen Dialoge" mit Betroffenen.

"Wir haben den Entschließungsantrag ja nicht aus Jux und Tollerei beschlossen, sondern weil wir der Meinung sind, dass sich alle Beteiligten im Bildungs- und Wissenschaftsbereich an einen Tisch setzen sollten", meint dagegen Bleckmann. BZÖ-Bildungssprecherin Mares Rossmann legte gleich nach und forderte von Gehrer "mehr Mut zu Reformen". Die ersten beiden Schulpakete seien nur ein "erster kleiner Schritt gewesen". Nötig sei etwa eine Angleichung der Ausbildungspläne zwischen Unis und Pädagogischen Akademien, um "die Durchlässigkeit zwischen den beiden Ebenen zu gewährleisten". (APA)

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