Drogerie Markt auf Expansionskurs

31. Oktober 2005, 13:05
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dm will in neue Filialen in Mittel- und Südosteuropa und in die Weiterentwicklung des Angebotes investieren und schrieb auch im 32. Jahr seines Bestehens schwarze Zahlen

Salzburg - Der Drogeriemarkt dm konnte im Geschäftsjahr 2004/05 seinen Marktanteil im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel ausbauen. In Österreich erwirtschaftete dm mit seinen 100-prozentigen Tochterunternehmen Italien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien und Serbien einen Umsatz von 910 Mio. Euro und verzeichnete damit eine Steigerung von acht Prozent. Das gab der geschäftsführende Gesellschafter Günter Bauer am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Salzburg bekannt.

Gesamtumsatz 3,3 Milliarden

469 Mio. Euro wurden allein in Österreich (plus zwei Prozent), 441 Mio. Euro in den "Verbundenen Ländern" (plus 17 Prozent) und 2,4 Mrd. Euro in Deutschland (plus 8,9 Prozent)umgesetzt. Mit Deutschland zusammen erreichte der Gesamtkonzern mit seinen insgesamt 23.000 Mitarbeitern und 1.642 Filialen einen Umsatz von 3,3 Mrd. Euro (plus acht Prozent). Die Anzahl der Filialen wuchs beträchtlich: Die dm Gruppe konnte 150 neue Filialen eröffnen, 40 davon in den "Verbundenen Ländern", acht in Österreich, rund 100 in Deutschland.

dm habe auch im 32. Jahr des Bestehens schwarze Zahlen geschrieben, teilte das Unternehmen mit. Konkrete Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht, er liege aber erneut bei ungefähr einem Prozent des Umsatzes. Europaweit zählt dm mehr als 23.000 Mitarbeiter, davon 4.273 in Österreich, das sind um 150 mehr als im Jahr davor.

Neue Filialen

Obwohl neben der qualitativen auch die quantitative Expansion im Vordergrund steht - dm wird noch heuer eine Filiale in Bosnien-Herzegowina aufsperren - "werden wir in Italien alle 39 Filialen bis zum Jahresende abgeben", kündigte Bauer an. Der Grund: Um Märkte zu eröffnen, müsse man in Italien bis zu drei Lizenzen kaufen. Das seien keine optimalen Rahmenbedingungen, um so dynamisch wie in Osteuropa wachsen zu können, argumentierte Bauer. Investiert wird in neue Filialen in Mittel- und Südosteuropa und in die Weiterentwicklung des Angebotes.

In Österreich wird dm demnächst "25 bis 30 erlebnisarme, kleine Geschäfte schließen und in fünf bis zehn attraktivere, größere und autofreundlichere Verkaufsflächen investieren", sagte der Geschäftsführer. Im Norden und südöstlichen Bereich der Stadt Salzburg werden im nächsten Jahr zwei weitere Standorte dazukommen.

Optimistisch in Sachen Apotheker-Monopol

Was die Liberalisierung des Gesetzes zum Verkauf rezeptfreier Arzneimittel betrifft, werde sich erst ab Herbst 2006 auf Druck der EU "etwas bewegen" und das Apotheker-Monopol schrittweise fallen, so Bauer optimistisch. "Da werden wir nicht locker lassen."

Derzeit hält dm 1.500 Eigenmarken im Sortiment, der Anteil am Umsatz wächst stetig und beträgt in Österreich bei 18 Prozent, in Ländern mit niedriger Kaufkraft wie in Serbien, wo dm mit fünf Filialen präsent ist, sogar deutlich über 20 Prozent. Der Wellness-Bereich und die Auswahl von Bio-Produkten werde in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. Dass dm diesen Sommer zwei Drittel seiner 328 Filialen in Österreich mit dem "Kodak Picture Maker" ausgestattet hat, "brachte uns am Fotomarkt einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung", zog Bauer eine positive, erste Bilanz. Digitale Fotos können sofort ausgedruckt und nach Hause mitgenommen werden.

Neues Outfit

In den Ausbau und die Verbesserungen seiner Standorte investierte dm im abgelaufenen Geschäftsjahr 31 Mio. Euro, weitere sechs Mio. Euro gingen in den Bereich der Informationstechnologie. Im kommenden Jahr werden über 50 Prozent der Filialen mit dem neuen Ladenbild ausgestattet, in Österreich sogar 75 Prozent der Geschäfte. Die Gesamtinvestitionen in Österreich und seinen verbundenen Ländern werden im Jahr 2006 insgesamt 48 Mio. Euro betragen. In die Qualität der Ausbildung seiner Mitarbeiter legt dm besonderen Wert. (APA)

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  • Europaweit zählt dm rund 23.000 Mitarbeiter, davon 4.273 in Österreich, das sind um 150 mehr als im Jahr davor.
    foto: dm

    Europaweit zählt dm rund 23.000 Mitarbeiter, davon 4.273 in Österreich, das sind um 150 mehr als im Jahr davor.

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