"Aperture" - das Final Cut Pro für Fotografen

19. Dezember 2005, 13:45
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Apple stellt sein neues Postproduction-Tool vor

Zeitgleich mit der Vorstellung der neuen Power Macs und PowerBooks - der WebStandard berichtete - hat Apple auch sein neues Postproduction-Tool Aperture präsentiert.

"Alles, was ein Fotograf braucht"

In einer Aussendung meint der Hersteller das Aperture "alles mitbringt, was ein Fotograf nach der Aufnahme braucht". So etwa einen ebenso hochentwickelten wie schnellen RAW-Workflow, der das Arbeiten mit RAWBildern so einfach macht wie mit JPEGs. Das von Grund auf neuentwickelte Aperture wendet sich an professionelle Fotografen, die leistungsfähige Vergleichs- und Auswahlwerkzeuge, eine verlustfreie Bildbearbeitung, Drucken mit Farbmanagement sowie vielfältig anpassbare Ausgabemöglichkeiten benötigen.

Professionelles Final Cut Pro

"Aperture ist für die professionelle Fotografie das, was Final Cut Pro für das Filmemachen ist", sagt Rob Schoeben, Vice President Applications Marketing von Apple. „Es ist letztlich ein innovatives Postproduction-Tool, das den ganzen Arbeitsablauf in der professionellen Fotografie abdeckt – vom Bildvergleich und der Auswahl bis hin zur Retusche und Ausgabe.“

"Eine ziemlich zähe Angelegenheit"

„Bisher war die Arbeit mit RAW-Files eine ziemlich zähe Angelegenheit“, meint der bekannte Sportfotograf Heinz Kluetmeier, dessen Fotos über 100 Titelseiten der Sports Illustrated zieren. „Was mich bei Aperture wirklich erstaunt hat war, dass man direkt mit RAW-Files arbeiten kann. Sie lassen sich praktisch verzögerungsfrei vergrößern und stapeln.“

Virtueller Leuchttisch

Der virtuelle Leuchttisch („Light Table“) ermöglicht es einfache Foto-Layouts zu erstellen, die frei arrangiert, in der Größe verändert und räumlich gestapelt werden können. RAW Bilder bleiben während des gesamten Bearbeitungsprozesses durch Aperture in ihrem ursprünglichen nativen Format erhalten – ohne dass dazu eine Umwandlung erforderlich wäre – und sie können mit speziell für Fotografen entwickelten Anpassungswerkzeugen retuschiert werden. Die verlustfreie Bildbearbeitung ändert dabei keinen einzigen Pixel des originalen Bildmaterials. Fotografen können an jedem Punkt des Workflows vorgenommene Änderungen modifizieren oder rückgängig machen.

Im November

Mit Aperture lassen sich mehrere Versionen einer Aufnahme erstellen, ohne dass dazu Duplikate angefertigt werden müssen. Fotografen können experimentieren, ohne befürchten zu müssen, das Original zu verändern oder viel Festplattenplatz zu belegen. Bilder aus Aperture lassen sich direkt in Adobe Photoshop öffnen, um Compositing- und Layereffekte zu erzielen. Aperture wird im November im Apple Fachhandel und im Apple Store für rund 500 Euro verfügbar sein.(red)

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    foto: apple
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