Nokia: Handyboom bringt satte Zuwächse

28. Oktober 2005, 12:15
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Branchenprimus hebt Absatzprognose für den Handymarkt 2005 auf 780 Mio. an

Nokia hat im abgelaufenen dritten Quartal dank dem anhaltenden Handyboom erneut kräftig zugelegt. Der scheidende Nokia-Chef Jorma Ollila zeigte sich erfreut über das dritte Quartal in Folge mit satten Zuwächsen beim Absatz. Folgerichtig kletterte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro. Beim Nettogewinn verbuchte der finnische Branchenprimus gar ein Plus von 29 Prozent auf 881 Mio. Euro, teilte Nokia heute, Donnerstag, mit.

"Exzellente Performance"

Vor allem die "exzellente Performance" der Handysparte sowie eine steigende Stärke im Produktportfolio machte Ollila als Erfolgsfaktoren für die positive Bilanz aus. Insgesamt verkaufte Nokia in den vergangenen drei Monaten 66,6 Mio. Handys. Damit konnte der Konzern seinen weltweiten Marktanteil auf 33 Prozent steigern. Während Nokia in Nordamerika schwächelte und ein Absatzminus von 13 Prozent hinnehmen mussten, stiegen die Verkaufszahlen in EMEA um 30 Prozent auf 32,2 Millionen. In China konnte die Zahl der verkauften Handys auf 8,5 Mio. Handys fast verdoppelt werden. Nach 199 Mio. verkauften Handys im dritten Quartal hob Nokia seine Prognose für den weltweiten Handymarkt 2005 an und rechnet nun mit einem branchenweiten Absatz von 780 Mio. Handys.

Geschaftt

Nach der Delle Anfang 2004 hat Nokia laut Gartner-Analyst Martin Gutberlet den Turnaround geschafft und wird in Europa wieder Marktanteile zurückgewinnen. Vor allem das nun attraktive Portfolio im 3G-Bereich habe einen positiven Einfluss auf die Nokia-Position auf Märkten wie Deutschland, Österreich und Schweiz, so Gutberlet. Nach Angaben von Jörg Pribil, Geschäftsführer Nokia Österreich und Schweiz, stagniert in Österreich und der Schweiz der Markt, wenn man Volumen als Kriterium heranzieht. Den Value will Nokia allerdings durch UMTS, MMS und Co. steigern. Nokia Deutschland war auf Anfrage von pressetext vorerst nicht für ein Statement zu erreichen.

Erfolg in den aufstrebenden Wachstumsmärkten

Aufgrund des zunehmenden Erfolgs in den aufstrebenden Wachstumsmärkten gab der durchschnittliche Verkaufspreis um sechs auf 102 Euro nach. Im laufenden Schlussquartal rechnet Nokia angesichts des Weihnachtsgeschäfts mit einem weiteren Branchenwachstum. Dabei will der Konzern im Handybereich schneller wachsen als der Markt und seinen Marktanteil weiter steigern. Der durchschnittliche Verkaufspreis wird dabei aufgrund des zunehmenden Anteils an Billiggeräten für die Wachstumsmärkte etwa in Lateinamerika weiter sinken.(pte)

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