BenQ Mobile startet in Österreich

28. Oktober 2005, 12:15
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Unternehmen leitet von Wien aus seine Aktivitäten Zentral- und Osteuropa - Ziel: "Handygeschäft auf profitable Beine zu stellen."

Der taiwanesische Konzern BenQ will nach der Übernahme der Siemens-Handysparte rasch Gewinne erzielen.

BenQ Mobile CEE

Die Taiwanesen hatten die defizitäre Handy-Sparte von Siemens übernommen, der Elektrokonzern hatte zudem eine Starthilfe von 250 Mio. Euro angekündigt. Seit 1. Oktober hat BenQ Mobile den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Am Donnerstag stellte sich die BenQ Mobile CEE (Central Eastern Eurpoe) im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien vor.

"Unsere Priorität ist, das Handygeschäft auf profitable Beine zu stellen."

Von der Bundeshauptstadt betreibt das Unternehmen seine Handygeschäfte in 17 Ländern Zentral- und Osteuropas. Geschäftsführer sind Josef Forer und Gerhard Perschy, die bisher das Siemens-Handygeschäft führten. Die mit Siemens bestehenden Großkundenverträge laufen bei BenQ weiter. Man ist direkt der globalen BenQ Mobile-Zentral ein München zugeordnet.

Bereits im kommenden Jahr solle eine schwarze Null geschrieben werden, sagte Forer. "Unsere Priorität ist, das Handygeschäft auf profitable Beine zu stellen." Die will man mit neuen hochpreisigen UMTS-Handys und Smartphones sowie Einsparungen erreichen. Der Ausbau von Marktanteilen ist für Forer zweitrangig.

Wandel

"Vom Weltkonzern zum mittelständischen Unternehmen" - so umriss Forer heute sein neues Tätigkeitsfeld. Die Vorteile bei BenQ seien flachere Hierarchien, raschere Entscheidungswege und damit schnellere Produktpositionierungen. Man werde die Stärken von Siemens und BenQ kombinieren. BenQ Mobile CEE wird in einem Monat in das Kaufhaus LaStafa auf der Wiener Mariahilferstraße ziehen und dort auch einen Flagshipstore eröffnen.

Handymarke "BenQ-Siemens"

Die neue Handymarke "BenQ-Siemens" solle erstmals im Frühjar 2006im kommenden Jahr erscheinen. Mit einem Marktanteil von zuletzt 5,2 Prozent gilt BenQ Mobile als die Nummer sechs unter den Handy-Herstellern der Welt. Das Unternehmen beschäftigt rund 7500 Menschen.

Das Consumer-Segment mit Displays, MP3-Player und Digital-Kameras von BenQ wird weiterhin von BenQ Austria bedient. (red/APA)

  • BenQ Mobile CEE- Geschäftsführer Josef Forer und Gerhard Perschy
    foto: sum

    BenQ Mobile CEE- Geschäftsführer Josef Forer und Gerhard Perschy

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