St. Pölten wirft Admira raus

6. März 2006, 10:41
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Tabellenführer der Ostliga setzt sich gegen Südstädter im Elfmeterschießen durch - Ried besteht mit 3:1 in St. Andrä

Wien - Bundesliga-Schlusslicht Nordea Admira ist am Mittwochabend als zweiter Oberhaus-Klub nach Red Bull Salzburg (0:1 gegen Austria Amateure) überraschend bereits in der zweiten Cup-Runde ausgeschieden. Die Südstädter mussten sich beim Regionalligisten SKN St. Pölten nach einem 2:2 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung im Elfmeterschießen mit 3:4 geschlagen geben. Bundesliga-Aufsteiger SV Ried besiegte SK St. Andrä mit 3:1 (2:1).

Der eingewechselte Bule hatte die Admira, die am vergangenen Montag den 100. Geburtstag ihres Bestehens gefeiert hatte, in der 50. Minute in Führung gebracht. Zwar glich Christoph Knaller für den Leader der Regionalliga Ost aus, doch als Bernhard Schachner (85.) die Gäste neuerlich in Führung schoss, dachte jeder an den Pflichtsieg für die Admiraner. Aber kurz vor Ende der regulären Spielzeit schaffte Holemar (89.) ein weiteres Mal den Ausgleich, womit die Gastgeber eine Verlängerung erzwangen.

Der achtfache Meister Admira, der damit immer noch der vierterfolgreichste Verein der Liga ist, vermochte den Zwei-Klassen-Unterschied auf dem Papier auf dem Platz über weite Strecken nicht zu zeigen. Im Gegenteil. Die St. Pöltner, die ein heißer Kandidat für den Aufstieg in die Red-Zac-Liga sind, hatten in der Verlängerung auch eindeutig den längeren Atem und waren die agilere Mannschaft.

In der 98. Minute hatte Falmann den Sieg quasi auf den Beinen, doch Admira-Keeper Hyll konnte sich beim ersten Elfmeter des Abends auszeichnen. Auch zwei weitere große Chancen der Gastgeber in der Nachspielzeit fanden noch nicht ihr Ziel. Im Penaltyschießen schließlich vergab nach Androsic auch Bule. Zuvor hatte Christoph Knaller auf 4:3 gestellt und damit den Siegestreffer für St. Pölten erzielt.

Ried voll im Plan

Bundesliga-Aufsteiger SV Ried hielt sich hingegen beim SK St. Andrä im Lavanttal schadlos. Die nicht zuletzt auf Grund zahlreicher kleinerer Verletzungen im Vergleich zum torlosen Liga-Remis am Wochenende gegen die Austria an neun Positionen veränderten Oberösterreicher lagen durch Kastner (16.) und Hackmaier (27.) bereits nach einer halben Stunde planmäßig mit 2:0 in Front.

Nach dem Anschlusstreffer durch Höller (33.) witterten die Kärntner noch einmal ihre Chance, reklamierten in der 84. Minute nach einem vermeintlichen Foul am Ex-Internationalen Hannes Reinmayr vergeblich Elfmeter. Im Gegenzug fixierte Rasinger den Endstand, der die Innviertler verdient in die dritte Runde beförderte. Dort steigen auch die vier Europacup-Starter in den Bewerb ein, Spieltermin ist der 7. März 2006. (APA)

Mittwoch-Ergebnisse von der zweiten Runde im ÖFB-Stiegl-Cup:

  • SK St. Andrä - SV Josko Ried 1:3 (1:2). St. Andrä, 800 Zuschauer, SR Steindl.

    Tore: Höller (33.) bzw. Kastner (16.), Hackmaier (27.), Rasinger (85.).

    Ried: Michl - Glasner, Vukotic, A. Schicker - Henrique, Michalik (46. Drechsel), P. Wolf (69. Sulimani), Hackmaier, Rasinger - Friesenbichler, Kastner

  • SKN St. Pölten - Nordea Admira 4:3 im Elferschießen (2:2,2:2,0:0). St. Pölten, 1.000, Mostböck. Christoph Knaller verwandelte den entscheidenden Elfer zum 4:3, davor hatten bei Admira Androsic und Bule ihre Penaltys nicht verwertet.

    Tore: Christoph Knaller (72.), Holemar (89.) bzw. Bule (50.), B. Schachner (85.)

    Admira: Hyll - Osoinik (70. B. Schachner), Panny, Akoto, Androsic - Flögel (46. Faraji), Füzi, Horvath, Dunst - Egressy, Wallner (46. Bule)

    Gelbe Karten bei Admira: Akoto, Androsic, Füzi, Dunst

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