Schüler-Protest gegen Gehrer in Linz und Dornbirn

8. November 2005, 13:04
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Landesschulrat nicht über Demo in Kenntnis gesetzt: Bei Teilnahme handle es sich um "unentschuldigtes Fernbleiben"

Wien/Linz/Bregenz - In der Linzer Innenstadt haben am Mittwoch rund 2.000 Menschen an einer von der SP-nahen "Aktion Kritischer SchülerInnen" (AKS) organisierten Demonstration gegen Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) teilgenommen. Die Aktion habe gegen 11.30 Uhr begonnen, etwa eineinhalb Stunden gedauert und sei ohne Zwischenfälle "sehr diszipliniert" abgelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Kritik übte unterdessen die VP-nahe "Union Höherer Schüler Oberösterreich" (UHS). Sie sprach sich in einer Presseaussendung gegen den "parteipolitischen Missbrauch" der Landesschülervertreung durch die SPÖ aus.

Demonstration in Vorarlberg

In Dornbirn haben am Mittwoch nach Angaben der Polizei etwa 900 Schüler für einen freien Universitätszugang demonstriert. Im Schussfeld der Kritik der angemeldeten Demo stand ebenfalls Gehrer. Bis auf einen kleinen Zwischenfall sei die Kundgebung "problemlos" verlaufen, sagte Helmut Scheffknecht, Kriminalreferent für den Bezirk Dornbirn.

Zwischenfall in Dornbirn

Die Schüler zogen am Vormittag von Bahnhof durch die Stadt bis zur Europa-Passage. Zu einem Zwischenfall kam es, als der Demonstrantenzug am BG Dornbirn (Realschulstraße) vorbeizog. Einige der Schüler drangen in die Schule ein und haben "Radau geschlagen", so Direktor-Stellvertreter Reinhard Säly gegenüber der APA. Nach einigen Minuten habe sich die Situation aber beruhigt. Als er die schulfremden Schüler aus dem Schulgebäude verwiesen habe, seien sie seiner Aufforderung gefolgt, sagte Säly.

Konsequenzen für Demo-Teilnahme

Aus dem Landesschulrat für Vorarlberg verlautete, dass man über die Demonstration seitens der Veranstalter nicht in Kenntnis gesetzt worden sei. Man habe aber die Schulen über die Rechtslage informiert. Demnach handle es sich bei der Teilnahme an der Demo um unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht. Über etwaige Konsequenzen für die Schüler würden die jeweiligen Schulen entscheiden. (APA)

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